Die Gemeinde Oberhaching ist dafür bekannt, dass Bürgermeister lange im Amt bleiben. Nikolaus Aidelsburger war von 1966 bis 2002 Chef im Rathaus, dann wurde er von Stefan Schelle abgelöst. Der strebt nun eine fünfte Amtszeit an, kommenden März will der 61-Jährige zum vierten Mal wiedergewählt werden. Er ist ebenso wie sein Vorgänger von der CSU, die Ortshauptversammlung seiner Partei hat Schelle am Mittwochabend mit hundert Prozent der Stimmen erneut als Kandidat nominiert.
Wie die CSU mitteilt, hat Schelle in seiner Bewerbungsrede im historischen Wagnerhaus die Bedeutung von Gemeinschaftssinn, Verlässlichkeit und einer Politik der langen Linien betont. Er wird mit den Worten zitiert: „Oberhaching steht für eine starke Gemeinschaft, die von Vertrauen und Verantwortung lebt. Politik darf kein Strohfeuer sein – wir brauchen langfristiges Denken, klare Haltung und das Bewusstsein, dass man für die nächste Generation mitgestaltet. Diese langen Linien der Verantwortung prägen mein Verständnis von Kommunalpolitik.“
Dass es in den vergangenen 60 Jahren in Oberhaching nur zwei Erste Bürgermeister gab, sieht Schelle als einen „zentraler Erfolgsfaktor für die Entwicklung der Gemeinde“ an.

