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Oberhaching:Schnelle Hilfe im Notfall

Notarzt

Bei Notfall-Einsätzen muss es schnell gehen. Jetzt wird ein Rettungswagen in Oberhaching fest installiert.

(Foto: dpa)

Deisenhofen bekommt einen neuen Rettungswagen.

Wenn Gefahr für Leib und Leben besteht, muss es schnell gehen. Im Notfall muss bayernweit innerhalb von zehn Minuten ein Rettungswagen vor Ort sein. Damit das auch im Landkreis München in Zukunft überall gewährleistet ist, bekommt das Bayerische Rote Kreuz am Standort Oberhaching einen zusätzlichen brandneuen Rettungswagen.

200 000 Euro kostete der 190 PS starke Rettungswagen inklusive medizinischer Ausrüstung. Von Oktober an steht der Krankenwagen beim Bereitschaftshaus des BRK in der Kybergstraße in Deisenhofen. Bisher waren dort nur Ehrenamtler stationiert.

"Mit dem neuen Wagen kommen sechs hauptberufliche Sanitäter neu nach Oberhaching, die sich tagsüber von 9 bis 21 Uhr mit den Schichtdiensten abwechseln", erklärt Sönke Lase. Der neue RTW, so die offizielle Bezeichnung, komme insbesondere der Gemeinde Oberhaching, aber auch dem gesamten Umkreis zugute, sagt der Leiter des Rettungsdienstes beim BRK-Kreisverband München. Dass es in Deisenhofen einen Bedarf für einen zusätzlichen Rettungswagen gibt, ist unstrittig.

Das Rote Kreuz hat den Zuschlag zunächst für ein Jahr

Das BRK, das den RTW betreibt, habe den Zuschlag zunächst für ein Jahr bekommen, so Lase. Danach müsse man sich neu für den Auftrag bewerben, was das BRK auch beabsichtigt. Der hohe Anschaffungspreis des Rettungswagens ist durch die umfangreiche und hochmoderne medizinische Ausstattung begründet.

Jeder Notruf über die Telefonnummer 112, der im Landkreis abgesetzt wird, geht bei der Integrierten Rettungsleitstelle in München ein. "Der Disponent in der Leitstelle sieht, wo sich der nächste Rettungswagen befindet und gibt das Meldebild weiter", erklärt Hanna Hutschenreiter vom BRK. "Deshalb ist es wichtig, dass Anrufer möglichst viele Informationen über ihre Beschwerden und die Situation weitergeben." In akuten Fällen wie einem Herzinfarkt könne die Rettungsleitstelle sogar per Telefon eine Reanimation anleiten, damit der Patient die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens übersteht.

Gibt das Meldebild Anlass zu der Vermutung, dass die Sanitäter ärztliche Hilfe benötigen, wird von der Leitstelle zusätzlich ein Notarzt benachrichtigt. Rendezvous-System nennt man das beim Roten Kreuz. Bleibt zu hoffen, dass in Oberhaching künftig möglichst wenige solcher Rendezvous stattfinden müssen.

© SZ vom 10.09.2016

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