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Oberhaching:Neue Leitungen, höhere Gebühren

Gemeinde investiert ins Netz und hebt den Wasserpreis an

Die Gemeinde Oberhaching erhöht die Wassergebühren. Grund ist eine alle vier Jahre fällige Neukalkulation. Für die Jahre 2015 bis 2019 hat die Finanzverwaltung des Rathauses in der Überschuss- und Dezifitberechnung einen Verlust von insgesamt fast 38 000 Euro festgestellt. Das liegt vor allem an Erneuerungsmaßnahmen am Leitungsnetz.

Die Wasserrohre im Oberhachinger Untergrund sind teilweise wirklich in die Jahre gekommen. So stammten die 2015 in der Hahilingastraße ausgebauten Leitungen noch aus dem Jahr 1900. Auf 790 Metern wurden diese damals erneuert, was mit etwa 528 000 Euro zu Buche schlug. Teuer war auch der Ersatz der Rohre in der Münchner Straße im selben Jahr, die ursprünglich von 1954 sowie 1961 stammten und für knapp 406 000 Euro ersetzt wurden. Zuletzt gab es Erneuerungsarbeiten am Forstweg und der Hubertusstraße, hier lagen ebenfalls noch Leitungen aus den Fünfzigerjahren. Ein Ende ist noch nicht in Sicht, laut Kämmerer Paul Fröhlich ist auch die Wasserleitung unter dem Kirchplatz hundert Jahre alt.

Seit zehn Jahren beträgt der Wasserpreis in Oberhaching netto 98 Cent pro Kubikmeter. Um kostendeckend zu kalkulieren, müsste er bei gleichbleibenden Grundgebührensätzen auf 1,19 Euro angehoben werden. Der Gemeinderat hat sich nun einstimmig darauf verständigt, die Verbrauchsgebühr auf 1,08 Euro pro Kubikmeter Wasser anzuheben und die Grundgebühr anzupassen. Diese betrug etwa bei den in der Gemeinde meistverbauten Zählern in Einfamilienhäusern bislang 78 Euro pro Jahr und soll von Oktober an 102 Euro kosten. Für einen Vier-Personen-Haushalt etwa, in dem jeder durchschnittlich 45 Kubikmeter Wasser im Jahr verbraucht bedeutet das 45 Euro Mehrkosten.

© SZ vom 15.09.2020 / hilb

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