WohnungsnotContainer-Unterkunft für Obdachlose

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So ähnlich wie eine Obdachlosenunterkunft in Riem könnte auch die Lösung für Haar aussehen. Wobei BürgermeisterAndreas Bukowski  während der Bürgerversammlung nichts über die Größe der Einrichtung sagte.
So ähnlich wie eine Obdachlosenunterkunft in Riem könnte auch die Lösung für Haar aussehen. Wobei BürgermeisterAndreas Bukowski  während der Bürgerversammlung nichts über die Größe der Einrichtung sagte. Catherina Hess
  • Die Stadt Haar plant kommendes Jahr den Bau einer Obdachlosenunterkunft in Containerbauweise, da sich immer mehr Menschen in Notlagen beim Rathaus melden.
  • Bürgermeister Bukowski kündigt Fortschritte beim Wohnungsbauprojekt an der Johann-Strauß-Straße an, wo die Baugesellschaft München-Land günstigen Wohnraum schaffen soll.
  • Die Grünen kritisieren, dass die Stadt schon vergangenes Jahr hätte handeln sollen und bezahlbaren Wohnraum durch Neubau schaffen müsse.
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Die Herausforderungen bei der Unterbringung von Menschen in Notlagen wachsen. Jetzt soll in Haar eine Unterkunft entstehen. Bürgermeister Andreas Bukowski kündigt zudem Fortschritte bei der Schaffung von Wohnraum an.

Von Bernhard Lohr, Haar

Die Wohnungsnot und das wachsende Elend vieler zwingt die Stadt Haar zum Handeln. Das Rathaus plant kommendes Jahr den Bau einer Obdachlosenunterkunft. Der Stadtrat hat die dafür notwendigen finanziellen Mittel freigegeben. Und Bürgermeister Andreas Bukowski (CSU) hat während der Bürgerversammlung erläutert, dass die Verwaltung keinen anderen Weg mehr sehe, als dem wachsenden Problem auf diese Weise zu begegnen. Dabei ist offenkundig an einen Containerbau gedacht, wie man ihn bisher von der Unterbringung Geflüchteter kennt – oder auch als Provisorium für Schüler und Kindergartenkinder.

Die Unterbringung von Menschen in Notsituationen beschäftigt die Verwaltung im Rathaus mehr und mehr. Bürgermeister Bukowski zeigte während der Bürgerversammlung ein Bild mit einer Containerunterkunft, um zu zeigen, wie sich die Verwaltung die neue Bleibe vorstellt. Er sagte, es meldeten sich immer wieder Menschen in Notlage beim Rathaus und die Mitarbeiter betrieben einigen Aufwand, um diesen zu helfen. Eine besondere Herausforderung ist ihm zufolge der Umgang mit Personen mit psychischen Erkrankungen. Oft gingen psychische Probleme mit dem Leben auf der Straße einher. Die Stadt setze auf ein Netzwerk aus Hilfsorganisationen, um den Menschen zu helfen. Für deren Unterbringung sei man als Kommune gesetzlich zuständig und verpflichtet, diese zu gewährleisten. Und zwar auch, wenn sich jemand querstelle und es sich schwierig gestalte. Er habe „schockiert“ selbst gesehen, wie eine Wohnung mit Kot und Blut verschmiert worden sei.

Bisher hat die Stadt für Obdachlose bei Bedarf Unterkünfte angemietet. Wohnungen gibt es im Bereich des Bahnhofs und in Ottendichl. Auch in München wurden Hotelzimmer genutzt. Doch nun legt man mit einer eigenen Immobilie nach. Die Grünen kritisierten im Stadtrat, dass das Rathaus schon vergangenes Jahr hätte handeln sollen, als man eine solche Notunterkunft bereits gefordert habe. „Die Lage am Wohnungsmarkt ist so angespannt“, sagte Grünen-Stadtrat Mike Seckinger. Die Stadt müsse dringend bezahlbaren Wohnraum schaffen und dürfe sich nicht durch permanente, überzogene Sparvorgaben selbst blockieren. „Das Wohnungsproblem lösen wir nur durch einen Neubau bezahlbarer Wohnungen und einer Mobilisierung des Leerstands.“

Bürgermeister Bukowski kündigte während der Bürgerversammlung an, das seit Jahren sich hinziehende Projekt verstärkt anzugehen, auf dem Grundstück des heruntergekommenen städtischen Wohnblocks an der Johann-Strauß-Straße günstigen Wohnraum zu schaffen. Die Baugesellschaft München-Land werde dort aktiv werden und entweder als Generalunternehmer oder als kommunaler Partner der Stadt dort Wohnraum schaffen. Wegen zu hoher Kosten war die Stadt daran gescheitert, dort ein Genossenschaftsmodell umzusetzen.

Wegen offenkundig leer stehender Häuser will Bukowski im Moment nicht die Initiative ergreifen. Das Problem sehe er, sagte er auf eine Frage aus der Bürgerversammlung. „Eigentum verpflichtet.“ Es werde im Stadtrat auch darüber Möglichkeiten diskutiert, dagegen vorzugehen. Mit einer „Zweckentfremdungssatzung“ könnte man eingreifen. Aber der Aufwand wäre groß.

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