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Neubiberg:Winterdienst gesucht

Der Sommer steht vor der Tür, und in der Gemeinde Neubiberg spielt der Winter eine große Rolle. Denn es gibt noch keinen neuen Winterdienst.

(Foto: Claus Schunk)

Die Gemeinde Neubiberg braucht nach Pannen einen neuen Partner.

Der Sommer kommt, doch die Gemeinde Neubiberg denkt schon an den kommenden Winter. Sie muss schnell noch einen Winterräumdienst für die größeren Gemeindestraßen finden. Wegen mangelhafter Räumung hat sie sich vom bisherigen zum 31. März getrennt. Für welche Dauer soll man einen neuen Dienstleister suchen, um möglichst viele Bewerbungen zu erhalten? Nach leidenschaftlicher Diskussion stimmte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für fünf Jahre. Auf Anregung von Andrea Bernatowicz (Grüne) wurde die Verwaltungsvorlage um eine Ausstiegsklausel für den Fall ergänzt, dass das Unternehmen ungenügend räumt.

Seit dem Winter 2006/2007 befreien Fremdfirmen die großen Neubiberger Straßen von Schnee und Eis. Die beauftragte Firma räumte in diesem Winter aber so mangelhaft, dass der gemeindliche Bauhof im Januar und Februar in über 60 Einsatzstunden auf Straßen, Plätzen und in Parkbuchten nacharbeiten musste. Mehrfache Mahnungen und selbst eine förmliche Rüge der Gemeinde halfen nichts. Man hob den Vertrag deshalb "einvernehmlich" auf.

Von November an wird ein neuer Dienstleister gebraucht. Die Ausschreibung muss europaweit erfolgen. Der gemeindliche Bauhof soll weiterhin für besonders sicherheitsrelevante Bereiche wie Haltestellen und Fußgängerüberwege an Kreuzungen, einige Wohnstraßen sowie Wege, die zur Feuerwehr, zu Schulen oder Kindergärten führen, zuständig sein. Die CSU hat gefordert, dass der Bauhof wieder alle Straße räumt. Doch dafür fehlen Personal und Fahrzeuge und auf dem engen Bauhofgelände der Platz für eine Aufstockung. Ein Umzug in größere Räumlichkeiten etwa auf dem Staatsgrundstück an der Äußeren Hauptstraße ist frühestens 2025/26 denkbar.

Mit einer Vertragsdauer von fünf Jahren würden die üblichen Anlaufprobleme begrenzt, welche bislang alle Firmen hatten, weil sie sich an die örtlichen Gegebenheiten gewöhnen mussten. Außerdem könnten die Firmen die Auslastung der vorzuhaltenden Maschinen über einen längeren Zeitraum planen und bessere Angebote machen, erklärte die Verwaltung.