Neubiberg:Vereint gegen Cyber-Kriminalität

Institut der Bundeswehr-Universität leitet EU-weites Projekt "Concordia"

Vor knapp sechs Jahren wurde das Forschungsinstitut Code (Cyber Defense und Smart Data) an der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg ins Leben gerufen. Mittlerweile haben die Wissenschaftler auf ihrem Gebiet eine wichtige Führungsrolle in Europa eingenommen, nämlich als Koordinatoren des EU-Projektes "Concordia". Ziel der Arbeitsgruppe ist die Vernetzung von Cybersicherheitszentren in Europa, die Entwicklung von IT-Produkten und -Dienstleistungen mit der Industrie sowie die Etablierung einer Plattform für die Aus- und Weiterbildung von IT-Kompetenzen europaweit.

Die Neubiberger Forscher koordinieren bei diesem Projekt insgesamt 46 Partner, davon je 23 Universitäten und 23 Unternehmen. Wie Michael Brauns, Pressesprecher der Universität der Bundeswehr, mitteilt, gehören zu den Partnern aus dem Hochschulbereich so renommierte Universitäten und Forschungsinstitute wie die Universität Twente, die Universität Mailand, das Imperial College London, die Technische Universität Darmstadt, die Universität Oslo Met und das Leibniz-Rechenzentrum. Zu den Partnern auf dem wirtschaftlichen Sektor zählen demnach global agierende Konzerne wie Siemens, BMW, Infineon, Airbus Space and Defence, aber auch Klein- und Mittelständische Unternehmen wie Secunet und Bitdefender.

"Mit Concordia wollen wir zahlreiche IT-Kompetenzen bündeln, um die digitale Souveränität von Europa zu erhöhen", erklärt die leitende Direktorin von Code, Gabi Dreo. "Wir wollen Europa und die digitale Gesellschaft gegen Cyberangriffe schützen und entwickeln dafür Konzepte, Werkzeuge und Produkte." Dieser Schutz umfasse die ganze Spanne der Gesellschaft. Von den Bürgerinnen und Bürgern, über Unternehmen, bis hin zu staatlichen Institutionen und Einrichtungen. Ziel des Projekts sei es außerdem, Mechanismen für die Aus- und Weiterbildung von IT-Kompetenzen. Das EU-Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird von der Europäischen Union mit 16 Millionen Euro finanziert, dazu kommen nationale Förderungen in Höhe von sieben Millionen Euro.

© SZ vom 27.02.2019 / stga
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