Neubiberg:Strampeln für das Klima

Klimatag Neubiberg

Die Initiative "Klimaneutral 2035" hilft dabei, selbst aktiv zu werden.

(Foto: Privat)

Beim Aktionstag informieren sich viele Interessierte erstmals über die Energiewende

Von Angela Boschert, Neubiberg

Der erste Neubiberger Klimatag ist gut besucht gewesen, mit dem Organisator Andreas Gaymann-Olpe (Grüne) Klimainitiativen hat vorstellen und miteinander vernetzen wollen. Das sei gelungen, sagte Gaymann-Olpe. Außer seiner Partei standen auf den Maibaumparkplatz sieben weitere Aussteller den etwa 150 Besuchern Rede und Antwort.

Das größte Interesse galt alternativer Wärmeerzeugung durch hauseigene Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen sowie Solarthermie. Auch zu den PV-Modulen, welche ohne Einspeisegenehmigung auf Balkon oder Terrasse betrieben werden können, konnte die Energiegenossenschaft Hohenbrunn-Riemerling umfangreich informieren. Für den Einsatz dieser Module gibt es noch Fördergelder, ebenso wie für Batteriespeicher und Wärmepumpen für Bestands- und Neubauten.

Viele Besucher traten am Stand der Grünen eifrig in die Pedale und luden mit dem Energieerzeugungsfahrrad schnell - und schweißtreibend - ihr Handy auf. Doch brachte keiner das Wasser im Wasserkocher zum Brodeln. Laut Gaymann-Olpe, der Physiker ist, hat das noch niemand geschafft. Über den Stand beim Ausbau des Radwegenetzes informierten sich viele Senioren beim ADFC. Ganz neue Erkenntnisse brachte für viele dessen Verkehrsquiz, bei dem man zu fotografierten Verkehrssituationen entscheiden musste, wer sich korrekt verhält und was überhaupt erlaubt ist. So erfuhren selbst erfahrene Radler zu ihrer Überraschung, dass man auf einem Zebrastreifen sogar radeln darf, um auf die andere Seite der Straße zu gelangen. Eifrig diskutiert wurde, ob der Neubiberger Radl-Sicherheitsstreifen in der Hauptstraße mehr Vorteile oder Gefahren bringt.

Am Stand von Immermobil, das seit kurzem in Neubiberg vertreten ist, zeigte sich, welche Rolle Car-Sharing in den Köpfen spielt. Fridays beziehungsweise Parents for Future und die Ortsgruppe des Bund Naturschutz hatten eine Kinderrallye ausgetüftelt. Bei der Initiative "Klimaneutral 2035" ging es außer um Photovoltaik darum, klimaneutraler zu handeln und sich zu engagieren. "Die Besucher und Mitmacher waren begeistert", zog Gaymann-Olpe ein Fazit des Tages. Er könne sich vorstellen, dass man den Klimatag wiederholt, brauche dazu aber mehr Mitwirkende bei der Organisation.

© SZ vom 22.09.2021
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