Neubiberg:Shoppen for Future

Der Hofflohmarkt in Neubiberg ist sozial und nachhaltig

Von Daniela Bode, Neubiberg

Gefüllte Kleiderstangen in Garagen, Spielsachen und Geschirr in Höfen: Am Samstag verwandelt sich Neubiberg in einen großen Garagen- und Hofflohmarkt. "Es machen mehr als 250 Haushalte mit", freut sich Gaby Vollmer, Mitglied des Arbeitskreises "Tauschen, Teilen und Fairtrade" der Ideenwerkstatt "Neubiberg for Future", der die Veranstaltung mit der Gemeinde organisiert.

In einer Weise wird der Markt Nachfolger des legendären Junimarkts sein, der auch immer am letzten Juniwochenende stattfand. Vor allem aber geht es um zwei Dinge: "Unsere Idee war, den Gedanken der Nachhaltigkeit umzusetzen, dass nicht alles in der Restmülltonne landet", sagt Vollmer. Es ging aber auch darum, eine Veranstaltung zu organisieren, "die wieder ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt", sagt Andrea Braun, Kulturamtsleiterin der Gemeinde.

Zwischen 10 und 16 Uhr werden Interessierte über ganz Neubiberg und den Gemeindeteil Unterbiberg verstreut an Ständen in privaten Haushalten stöbern können. Sie werden Kleidung, Bücher bis hin zu DVDs und Spielsachen erwerben können. Kulturamtsleiterin Braun, die in München wohnt und dort an Garagenflohmärkten teilgenommen hat, hat schon Dinge wie ein Trampolin oder einen Kaninchenstall verkauft. "Die Verkäufer sind alle ganz begeistert", sagt sie. Wo Dinge verkauft werden, kann man auf einer Karte online unter www.neubiberg-for-future.de sehen. Der Arbeitskreis selbst organisiert am Marktplatz in Unterbiberg eine Tauschbörse für Kinder, zudem gibt es eine Rallye für Kinder. Parallel werden von 11 bis 17 Uhr am Rathausplatz Getränke und Essen verkauft, "to go", wie Braun sagt, um Hygieneregeln einzuhalten. Wie Braun sagt, verlangen die Regeln, dass die Besucher eine FFP2-Maske tragen, wenn sie ein Grundstück betreten, bei Kindern genügt eine OP-Maske. Am alten Feuerwehrgerätehaus organisiert die Gemeindebücherei von 10 bis 16 Uhr einen Bücherflohmarkt.

Sowohl die Standgebühren als auch die Erlöse aus dem Essens- und Getränkeverkauf werden gespendet. Das Geld soll laut Vollmer unter anderem für eine Baumpflanzung, den Erwerb von Insektenhotels und für die Aktion Christkind gespendet werden.

© SZ vom 26.06.2021
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