Süddeutsche Zeitung

Neubiberg:Sanierung wird teurer

Haus für Weiterbildung kostet eine halbe Million Euro mehr

Die Sanierungsarbeiten am Neubiberger Haus für Weiterbildung sind in vollem Gange. Nachdem aktuell für zwei Drittel der Arbeiten die Kosten feststehen, wird die Sanierung des Hauses für Weiterbildung etwa 511 000 Euro teurer als veranschlagt, liegt aber innerhalb des Kostenpuffers. Die Mehrkosten resultieren etwa zur Hälfte aus der Bausituation und aus der Honorarnachführung, sagte Andreas Magotsch von der KMP Projektsteuerung im Sonderausschuss Verwaltungsgebäude.

So wurde die Baustelleneinrichtung um etwa 70 000 Euro teurer, unter anderem weil die Verkehrssicherung wegen der nahe gelegenen Grundschule erweitert werden musste. Um vorhandene Leitungen im Gebäude zu schützen, wurden eine Winterbauheizung und nun ein Heizmobil erforderlich, da das Gebäude erst in den Sommerferien an das Fernwärmenetz angeschlossen wird. Sehr aufs Budget schlagen auch die einzelnen Baugewerke. In zwölf Ausschreibungen erhielt die Gemeinde nur ein einziges Angebot, das jeweils 20 Prozent über den Schätzkosten lag. Dafür sind die aktuelle Marktsituation und die damit verbundene Auslastung der Firmen verantwortlich.

Gut 200 000 Euro muss die Gemeinde aufbringen für höhere Honoraransprüche der Architekten und erforderliche Gutachter und Sachverständige. Noch nicht bezifferte Mehrkosten entstehen, weil ein Energiemanagement in Auftrag gegeben wurde und weil die Schadstoffuntersuchung wegen der Kassettendecke aufwendiger wird. Die Bauarbeiten werden wegen des zeitintensiven Einbaus der Fußbodenheizung zwar noch bis ins Jahr 2020 dauern, die Gemeindebibliothek soll dennoch bis Ende 2019 zurück an ihren gewohnten Standort im Haus für Weiterbildung ziehen.

Die Stelle eines Projektsteuerers für das gesamte Bauprojekt am Rathausplatz mit dem Titel "Bürgerzentrum Neubiberg 2022" ist europaweit ausgeschrieben. Laut Bauamtsleiter Christian Einzmann könnten die überarbeiteten Pläne sowie das gesamte Planungsteam samt Projektsteuerer wohl noch im zweiten Quartal vorgestellt werden.

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Quelle:
SZ vom 02.04.2019
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