Stadtentwicklung:Neubiberg reicht München die Hand

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Stadtentwicklung: Bis nach Unterbiberg soll die sogenannte Parkmeile fortgeführt werden.

Bis nach Unterbiberg soll die sogenannte Parkmeile fortgeführt werden.

(Foto: Florian Peljak)

Nach den Idealvorstellungen der Gemeinde soll die beabsichtigte Parkmeile von Trudering nach Neuperlach bis nach Unterbiberg fortgeführt werden.

Von Daniela Bode, Neubiberg

In der Gemeinde Neubiberg befürwortet man die Idee der Stadt München, in Zukunft ihre Freiräume unter anderem durch so genannte Parkmeilen bis in den Grüngürtel hinein zu stärken und zu vernetzen. Das ist ein Aspekt, den der Stadtentwicklungsplan 2040 vorsieht, zu dessen Entwurf sich die Öffentlichkeit derzeit äußern kann, auch die Region. Mit Blick auf die angedachte Parkmeile von Trudering nach Neuperlach, die nach dem Plan im Bereich um den östlichen Rand Unterbibergs enden soll, wünscht sich die Landkreis-Gemeinde allerdings eine Ergänzung.

Nach ihrer Idealvorstellung sollte die Parkmeile bei Unterbiberg in Richtung Westen bis zum Endpunkt des Landschaftsraums Hachinger Bach geführt werden, der als Landschafts-, Natur- und Erholungsraum von der Gemeinde entwickelt werden soll. Zudem soll die Parkmeile nach dem Wunsch der Gemeinde über den Regionalen Grünzug hinweg bis zum Anschluss an den Perlacher Forst auf Höhe des Kapellenfelds verlaufen. Neubiberg stellt sich sozusagen eine interkommunale "Parkmeile Plus" vor. Der Planungsausschuss des Gemeinderats hat beschlossen, in einer Stellungnahme unter anderem diesen Aspekt der Stadt München weiterzugeben.

"Auch unsere Bürger wünschen sich Freiräume für Spiel und Sport", sagt Bauamtsleiter Christian Einzmann. So fände man es schön, wenn man sich als Gemeinde an die Pläne der Stadt gedanklich dranhängen könnte. Bei diesen Parkmeilen ist beispielsweise daran gedacht, Platz für Naherholung zu schaffen, aber auch Freizeitsportanlagen. Einzmann verweist als Beispiel auf den Grünzug "Gefilde" in Ramersdorf-Perlach, wo sich bei der offenen, multifunktionalen Logik jede Altersgruppe wiederfinde. Er begrüßt das Vorgehen der Stadt, dass man als Kommune in der frühen Phase beteiligt wird.

Auch Carsharing-Angebote sollten ins Umland ausgedehnt werden

In dem Stadtentwicklungsplan wird erarbeitet, wie München in 20 Jahren aussehen soll. Grundlegende Ziele sind eine nachhaltige Entwicklung und der Ausgleich von sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Belangen. Der Entwurf integriert die drei großen Handlungsfelder Freiraum, Mobilität und Siedlungsentwicklung und ergänzt sie um die Herausforderungen des Klimawandels sowie eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Region.

Beim Thema Mobilität plant die Stadt unter anderem, Carsharing-Angebote in allen Stadtteilen massiv zu steigern. Auch hier würde es Neubiberg begrüßen, wenn die Stadt berücksichtigte, ob Angebote auch auf das Umland ausgedehnt und Synergien genutzt werden können. Auch hierzu entschied der Planungsausschuss, eine Stellungnahme abzugeben. Grundsätzlich beschloss er außerdem, Kooperationen mit der Stadt zu nutzen, um zur Lösung gemeinsamer Herausforderungen beizutragen.

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