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Neubiberg:Münchner Umweltreferat lehnt Kompostieranlage an der Stadtgrenze ab

Grüne Energie: Blick ins Innere der Biomasse-Anlage, die derzeit in Grasbrunn als Pilotprojekt betrieben wird und nach Neuperlach verlagert werden soll.

(Foto: Claus Schunk)

Gegen die Pläne für eine Biomasseaufbereitungsanlage an der Carl-Wery-Straße in Neuperlach regt sich vor allem in Neubiberg Widerstand. Nun sieht es so aus, als ob die Nachbarn aufatmen können.

Die Wahrscheinlichkeit, dass den Nachbarn in Neubiberg eine Biomasseaufbereitungsanlage an der Münchner Carl-Wery-Straße erspart bleibt, ist gestiegen. Zumindest legt das die Antwort der Münchner Umweltreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) auf den Antrag zweier SPD-Stadträtinnen nahe.

Diese hatten die Stadt aufgefordert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die Errichtung und den Betrieb einer Biomasseaufbereitungsanlage mit Kompostieranlage an der Carl-Wery-Straße 63 nicht zu genehmigen. Den Anlass lieferte ein entsprechender Vorbescheidsantrag der Werner Garten- und Landschaftsbau GmbH.

Geplant war eine Aufbereitungsanlage für biologische Reststoffe nach dem "Florafuel-Verfahren", wie sie derzeit als Pilotprojekt in Grasbrunn betrieben wird. Das Grundstück dafür liegt im Außenbereich und ist nicht privilegiert. Die Firma wollte deshalb wissen, ob die Anlage dort bauplanungsrechtlich zulässig ist.

Diese Frage hat laut Jacobs das Referat für Gesundheit und Umwelt verneint. Gegen diesen negativen Vorbescheid wurde allerdings Klage beim Bayerischen Verwaltungsgericht München erhoben. Eine Begründung steht noch aus.

Alternativ hatte die Firma auch einen Vorbescheidsantrag für eine Grüngut-Kompostieranlage auf dem genannten Grundstück gestellt. Dieser wurde, wie Jacobs mitteilt, inzwischen von der Werner Garten- und Landschaftsbau GmbH zurückgenommen. Das Verfahren wird deshalb vom Referat für Gesundheit und Umwelt eingestellt.