Neubiberg:Zuschüsse für die Regentonne

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Die Gemeinde passt ihr Klimaschutz-Förderprogramm in einigen Punkten an.

Von Daniela Bode, Neubiberg

Um ihren selbst gesteckten Klimaschutzzielen näher zu kommen, will die Gemeinde Neubiberg künftig die Nutzung von Regenwasser durch Privatleute fördern. Auch in ein paar anderen Punkten passt die Gemeinde nach einer Evaluierung ihr Klimaschutz-Förderprogramm an, das sie vor etwa einem Jahr aufgestellt hat. Die Änderungen hat der Umweltausschuss am Dienstag beschlossen.

Die Gemeinde hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viel CO₂ einzusparen und fördert daher über das Programm unter anderem die Installation von Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen. Nun will die Gemeinde nach dem Vorbild Gräfelfings auch die Errichtung von Regenwasserzisternen bezuschussen. Die angedachte Förderung reicht von höchstens 500 Euro für Anlagen mit 0,5 bis 1,99 Kubikmetern Größe bis zu 1300 Euro für Anlagen mit neun Kubikmetern und größer.

Der Etat ist wegen der hohen Nachfrage erhöht worden

Gleichzeitig soll die Förderhöhe bei der Installation von Photovoltaikanlagen von bisher maximal 5000 Euro auf maximal 4200 Euro reduziert werden. Dies wird aber keine nachteilige Wirkung für die Betroffenen haben, da von 1. Januar an nach einer Gesetzesänderung keine Umsatzsteuer mehr bei der Anschaffung einer Photovoltaikanalage anfällt und daher der Nettobetrag der Rechnung dem Bruttobetrag entsprechen wird, wie Barbara Linow, Mitarbeiterin des Sachgebiets Umwelt im Rathaus, erläuterte.

Eine Deckelung der maximalen Förderhohe pro Antragsteller auf 5000 Euro, die auch zur Debatte stand, lehnte das Gremium ab. Insgesamt wurde das Programm dieses Jahr stark nachgefragt. Die ursprüngliche Fördersumme von 250 000 Euro stockte die Gemeinde auf 450 000 auf, weil die Mittel bereits Mitte des Jahres ausgeschöpft waren. Insgesamt gingen 180 Anträge bei der Gemeinde ein, viele davon für Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen. Für den Rest des Jahres stehen laut Linow noch etwa 30 000 Euro für weitere Anträge zur Verfügung.

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