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Neubiberg:JU gegen Verbot von Kunstrasen

Die Junge Union München-Land lehnt ein generelles Verbot von Kunstrasenplätzen ab, wie es die Europäische Chemikalienagentur von 2020 an ins Spiel gebracht hat. "Ein so zügiges Verbot würde einen Großteil des Breitensports in unseren Regionen zum Erliegen bringen und wäre der Todesstoß für unsere Vereine", kritisiert die JU-Vorsitzende Nicola Gehringer aus Neubiberg. Im Landkreis München gibt es in 23 der 29 Kommunen mindestens einen Kunstrasenplatz. Aus Sicht der JU sind diese Plätze nötig, um den Boom in den Sportvereinen schultern zu können. Kunstrasenplätze seien die einzige Möglichkeit, der Nachfrage gerecht zu werden.

Die EU-Behörde fordert ein Aus für Kunstrasenplätze, weil sie als größte Emittenten von Mikroplastik gelten. Dazu stellt die JU fest: "Die Schädlichkeit von Mikroplastik ist bewiesen, deshalb ist ein Verbot grundsätzlich zu überlegen." Allerdings nicht derart überstürzt. Die JU unterstützt den Vorschlag von Innenminister Horst Seehofer (CSU), der eine sechsjährige Übergangszeit ins Spiel gebracht hat. Zudem fordert die JU einen Fonds der EU, um Vereine und Kommunen nicht auf den Kosten sitzen zu lassen.