Gleich vier Schüler aus dem Landkreis München haben beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ gewonnen. Levi Jekic, Lennart Antritter und Alexander Kluge vom Gymnasium Neubiberg erhielten den ersten Preis im Fachgebiet Chemie, wie aus einer Pressemitteilung des bayerischen Kultusministeriums hervorgeht. Ihr Projekt trägt den komplizierten Namen „InnovAlloy DeepDive: Analyse phasenassoziierter Sprödbrüche in Bi-Sn-Zn-AI-Systemen“.
Dabei beschäftigten sich die drei Jugendlichen mit einer komplexen Verbindung aus Bismut, Zinn, Zink und Aluminium. Die Verbindung wird beim Verzinken von Stahl eingesetzt, um ihn vor Korrosion zu schützen, wie es auf der Homepage des Wettbewerbs heißt. Allerdings tritt dabei ein Problem auf: Die Metalllegierung wird bei höheren Temperaturen spröde und brüchig. In zahlreichen Messreihen entwickelten die jungen Forscher ein optimiertes Mischungsverhältnis sowie Verbesserungen im Verfahren, mit denen sich solche Brüche künftig vermeiden lassen. Damit gelang es ihnen, die Eigenschaften der Legierung gezielt zu verbessern.

Vincent Nack vom Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn hat die Jury im Bundesfinale mit seiner Idee eines KI-basierten Systems zum Schutz vor Telefonbetrug überzeugt und den Preis für die innovativste Arbeit erhalten. Er entwickelte ein KI-gestütztes und zum Patent angemeldetes Verfahren, das Täuschungsversuche in Echtzeit erkennt. Ein Telefongespräch wird dabei durch eine selbst programmierte Software verarbeitet und in Textform umgewandelt. Ein eigens ausgearbeitetes Sprachmodell analysiert den Text dann auf betrügerische Inhalte. Liegt eine Täuschung vor, ertönt ein Warnton und das Telefonat wird automatisch beendet. Anrufe ohne trügerischen Gesprächsinhalt werden nicht unterbrochen. Die automatische Funktionsweise soll insbesondere Senioren eine einfache Handhabung ermöglichen.
Neben den beiden Projekten konnten weitere bayerische Vorhaben beim Bundesfinale den ersten, zweiten und dritten Platz erreichen. Kultusministerin Anna Stolz zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen: „Bayern hat beim Bundefinale von ‚Jugend forscht‘ ein echtes Ausrufezeichen gesetzt! Mit Neugier im Gepäck, Mut zum Ausprobieren und einer ansteckenden Begeisterung sind unsere jungen Forscherinnen und Forscher wissenschaftlichen Fragestellungen auf den Grund gegangen. Die Umsetzung ihrer innovativen Ideen war absolut genial!“


