Wer Neubibergs ehemaligen Bürgermeister Günter Heyland kennt, der weiß: Er engagiert sich mit viel Herzblut in der Kommunalpolitik und das bereits seit 30 Jahren. Da verwundert es nicht wirklich, dass er sich gleich für zwei Posten bewirbt: Er kandidiert für den Stadtrat in Gunzenhausen in Mittelfranken, wo er mittlerweile hauptsächlich lebt. Erneut tritt er zudem für einen Sitz im Kreistag des Landkreises München an.
In Neubiberg lenkte der 64-Jährige von 2008 bis 2020 die Geschicke der Kommune, 2021 zog er mit seiner Frau nach Gunzenhausen. Er schwärmt, dass es dort landschaftlich sehr schön sei. Auch in die Kommunalpolitik hat er sich offenbar schnell eingefunden, sodass er dort jetzt auf Platz acht für die Freien Wähler Gunzenhausen für den Stadtrat antritt. Für den Kreistag, in dem er seit 2014 sitzt, kandidiert er diesmal auf der Liste der Unabhängigen Bürgergemeinschaft München-Land, die sich von den Freien Wählern abgespalten hat, und zwar auf Platz zwölf. In beiden Fällen ist es so: „Ich will die Listen als Parteifreier unterstützen“, sagt er. Insbesondere die jüngeren Kandidaten. „Ich wünsche mir einen Generationenwechsel“, sagt er.
Die Aussicht, dass er weiter mitwirken kann, gefällt ihm natürlich auch. Seinen Erfahrungsschatz weiterzugeben, „das macht mir wirklich Spaß“, sagt er. Und wenn er mit beiden Kandidaturen Erfolg hätte? „Das wäre natürlich großartig, wenn es gelingt“, sagt er. So überraschend das Ganze erst einmal klingen mag, erlaubt ist es. „Man braucht nur zwei Wohnsitze“, sagt Heyland. In Neubiberg hat er einen zweiten Wohnsitz bei seinem Sohn.
Wenn er dann viel hin- und herfahren muss, wäre das keine große Umstellung für ihn. Schon jetzt pendelt er zwei- bis dreimal im Monat von Mittelfranken zu den Sitzungen des Kreistags und seiner Ausschüsse. Auch besuchen seine Frau und er regelmäßig Familie und Freunde in Neubiberg und in Bernau am Chiemsee, wo die Tochter mittlerweile wohnt. Wie er sich auf dem Laufenden hält, wenn er nicht in Neubiberg ist? Dank des Online-Angebots der SZ und anderer Medien funktioniere das sehr gut, sagt er.

