Die CSU verfolgt eine extrem konservative Drogenpolitik, die fast ausschließlich auf Kriminalisierung und die abschreckende Wirkung von Strafen setzt. In anderen Bundesländern erfolgreich eingeführte Hilfsangebote wie Drug Checking oder Konsumräume, die Abhängige vor Überdosen schützen und in Kontakt mit Suchtberatern bringen, sind in Bayern bislang undenkbar. Aber wenn ein CSU-Politiker einräumen muss, dass er mit Kokain erwischt worden ist, erklären seine Parteifreunde, er habe ja nur sich selbst geschadet und brauche Hilfe. Das ist wegen der offensichtlichen Doppelmoral nur schwer zu ertragen – richtig ist die Aussage trotzdem.
MeinungDrogen:Der Koks-Skandal von Neubiberg entlarvt die Doppelmoral der CSU
Kommentar von Wolfgang Krause, Neubiberg
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Als einer ihrer Politiker einräumen muss, mit Kokain erwischt worden zu sein, stellt sich die CSU schnell hinter ihn. Sie geht damit ein hohes Risiko ein.
