Naturschutz:Nektar für die Bienen

Bezirk lobt Preis für besonders insektenfreundliche Kommunen aus

Der Bezirk Oberbayern vergibt in diesem Jahr zum zweiten Mal den Titel "Bienenfreundliche Gemeinde" mit einem Preisgeld von bis zu 3000 Euro. Damit soll das Engagement von Kommunen für eine bienen- und insektenfreundliche Umwelt gewürdigt werden. Bewerbungen können bis zum 10. Oktober bei der Imkereifachberatung des Bezirks eingereicht werden. Die Unterlagen stehen zum Download unter www.bezirk-oberbayern.de/Bienenfreundliche-Gemeinde.de zur Verfügung. Fünf Kriterien muss ein Ort erfüllen, um in die Auswahl der Jury zu kommen: Gemeindeflächen wie Verkehrsinseln, Straßenränder oder Streuobstwiesen müssen bienen- und insektenfreundlich bepflanzt sein. Überdies sollen alle Flächen, die der Kommune gehören, extensiv und ohne den Einsatz von Pestiziden bewirtschaftet werden - auch wenn diese verpachtet werden. Die sogenannte Begleitbegrünung an Straßen muss schonend behandelt werden, vor allem im Frühjahr und Sommer. Und schließlich muss die Gemeinde den örtlichen Imkern Standplätze zum Aufstellen von Bienenhäusern und Bienenvölkern zur Verfügung stellen, besonders dem Imkernachwuchs. Mit weiteren freiwilligen Maßnahmen können Gemeinden zusätzlich Punkte sammeln. Etwa wenn sie Insektenhotels, Hecken und Althölzer vorweisen, einen Bienen- und Insektenlehrpfad betreiben oder Bildungsangebote zum Thema Bienen fördern. Punkten können die Kommunen auch, wenn sie in den eigenen Einrichtungen heimischen Honig und Produkte von bienenfreundlich wirtschaftenden Landwirten verwenden, etwa in Kitas, Schulen und Seniorenheimen. Das Preisgeld ist zweckgebunden für Vorhaben, die einer bienen- und insektenfreundlichen Umwelt zugutekommen.

© SZ vom 09.09.2021 / sab
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