Nachhaltigkeit:Landkreis lobt Zukunftspreis aus

Neue Form der Umweltehrung für Bürger und Unternehmen

Im Landkreis München gibt es eine neue Auszeichnung: Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen, die sich besonders für den Umwelt- und Klimaschutz und für Nachhaltigkeit einsetzen, sollen dafür mit dem Zukunftspreis des Landkreises belohnt werden. Kurz vor der Sommerpause hat der Kreistag diese Auszeichnung auf den Weg gebracht. Sie soll erstmals im September 2022 vergeben werden. Die Kommunalpolitiker sind davon überzeugt, dass eine lebenswerte Zukunft ganz wesentlich davon abhängt, wie es um die Umwelt bestellt und wie stabil das soziale Netz gewoben ist.

Ganz neu ist der Gedanke im Landkreis nicht, Menschen in den Fokus zu rücken und auszuzeichnen, die in besonderer Weise Verantwortung in diesem Bereich übernehmen und sich freiwillig sozial, ökologisch oder gesellschaftlich engagieren. Der Zukunftspreis ist vielmehr eine Weiterentwicklung der seit 2005 stattfindenden Umweltehrung und des ursprünglich geplanten Preises der Corporate Social Responsibility (CSR). "Ich sehe in der Verquickung der beiden Auszeichnungen eine sinnvolle Neuausrichtung. Das Engagement von privat, von Institutionen und Organisationen sowie von Unternehmen prägt den Landkreis und ist gleichermaßen wichtig. Von daher halte ich die Idee für ausgezeichnet und freue mich, dass der Kreistag unserem Vorschlag gefolgt ist", teilt Landrat Christoph Göbel (CSU) mit.

Mit dem Zukunftspreis können Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise zum Beispiel für die Energie- oder die Verkehrswende, den Artenschutz oder nachhaltigen Konsum einsetzen. Zudem gibt es einen Sonderpreis, der sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) der Agenda 2030 orientiert. Seit vergangenem Jahres nimmt der Landkreis am Förderprojekt "Koordination kommunale Entwicklungspolitik" teil. In jedem Jahr wird eines der 17 Ziele in den Fokus gerückt, wie zum Beispiel "Nachhaltige und moderne Energie für alle", "Landökosysteme schützen" oder "Nachhaltige Konsum- und Produktionsweisen".

Einzelpersonen und Unternehmen können sich beim Landratsamt für den Zukunftspreis bewerben oder vorgeschlagen werden. Die Projekte oder Maßnahmen müssen im Sinne des CSR-Gedankens, der Klima-Energie-Initiative 29++, des Umweltschutzes oder der Agenda 2030 stehen und umgesetzt worden sein.

© SZ vom 09.08.2021 / hilb
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