Ein Damenstrumpf, ein paar Zahnstocher und einige Reißzwecken. Aus diesen drei kleinen Alltagsgegenständen entstand das Modell für etwas ganz Großes. Es ist heute kaum zu glauben, dass mit solch profanen Utensilien der Entwurf für das wohl berühmteste Zeltdach der Welt zusammengebastelt wurde. Über die Geschichte des Münchner Olympiaparks ist viel berichtet worden. Wenn aber Fritz Auer, einer der Architekten von damals, sie selbst erzählt, bekommt man vor allem eine Ahnung von dem Mut, der Kreativität und dem Gestaltungswillen, die in dieser Zeit dahinter steckten. Es ist eine Hommage an die Entscheidungsfreudigkeit und den Mumm, etwas zu wagen. Auer gibt offen zu: „Wir hatten keine Idee, wie so etwas gebaut werden konnte.“
Kreative MünchnerWie aus einem Damenstrumpf das berühmteste Zeltdach der Welt wurde
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Der Ottobrunner Regisseur Franz Stepan erzählt in einem Dokumentarfilm die Männerfreundschaft von Olympia-Architekt Fritz Auer und dem BMW-Designer Hans A. Muth, die beide deutsche Wirtschaftsgeschichte schrieben und im Alter von über 90 Jahren noch immer topfit sind und visionär denken.
Von Iris Hilberth
