Nachmacher gesuchtVorbilder für Klimaschutz im Landkreis München

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Wer überlegt, sich eine Solaranlage zuzulegen, findet auf einer neuen Website des Landkreises München zahlreiche Beispiele und kann sich mit Nutzern über deren Erfahrung, etwa zu geeigneten Dienstleistern, austauschen (Symbolfoto).
Wer überlegt, sich eine Solaranlage zuzulegen, findet auf einer neuen Website des Landkreises München zahlreiche Beispiele und kann sich mit Nutzern über deren Erfahrung, etwa zu geeigneten Dienstleistern, austauschen (Symbolfoto). (Foto: Marijan Murat/dpa)

Auf einer neuen Website stellt das Landratsamt Personen, Firmen, Vereine und Organisationen und deren Energiewende-Projekte vor.

Von Wieland Bögel, München

Wer wissen will, wo Münchens Landrat seinen Strom herbekommt, kann das seit Kurzem auf einer neuen Seite des Landratsamtes erfahren: Denn Christoph Göbel ist einer von mehreren sogenannten Klimaschutzbotschaftern, die Projekte umgesetzt haben, welche der Energiewende im Landkreis München zugutekommen.

Bei Göbel ist das seine Photovoltaikanlage samt Stromspeicher und Wärmepumpe, die nicht nur bis zu 16 Tonnen CO₂ pro Jahr spart, sondern nach Angaben des Nutzers auch sehr wirtschaftlich ist. Neben dem Landrat stellen, Stand Mitte Oktober, noch zehn weitere Nutzer ihre PV-Anlagen vor, vier ihre klimafreundlichen Heizungen und fünf ihre mit Strom oder Biogas betriebenen Fahrzeuge.

Die Idee dahinter ist, andere Leute zur Nachahmung anzuregen, indem sie sich mit Nutzern – seien es Privatpersonen, Unternehmen, Vereine, Verwaltungen und sonstige Organisationen – über die Projekte austauschen können. Denn über eine Kontaktadresse auf der Website kann man sich mit den Nutzern austauschen, etwa zur Wahl der Anlage, geeigneten Dienstleistern oder Herausforderungen in der Umsetzung.

Wer selbst mitmachen und sich präsentieren will, findet auf der Seite Formulare für die Themenfelder Photovoltaik, Heizsysteme und nachhaltige Mobilität, die mit wenigen Klicks ausgefüllt und abgeschickt werden können. Geplant ist außerdem, dass neben diesen drei bestehenden Themenfeldern weitere folgen sollen.

„Ich hoffe, dass sich künftig noch viele weitere Menschen mit eigenen Klimaschutzprojekten einbringen“, so Philipp Schramek,  Leiter der Klimainitiative 29++ des Landkreises. „Denn sie alle sind Vorbilder für Nachbarn, Freunde, Familie, andere Vereine oder Unternehmen und inspirieren, ebenfalls eigene Projekte für den Klimaschutz umzusetzen. Wir wollen eine digitale Anlaufstelle bieten, die Menschen im Landkreis München ermutigt und unterstützt, eigene Klimaschutzprojekte in Angriff zu nehmen.“

Alle Anschauungsbeispiele sind auf der Website „Mein Landkreis München“ des Landratsamtes unter dem Reiter „Projekte“ zu finden.

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