Der dichtende Dandy und Ästhetizist Oscar Wilde behauptete, das Leben ahme die Kunst weit mehr nach als die Kunst das Leben. Die Schönheit der Welt und ihrer Dinge werde erst wahrgenommen und wirklich sichtbar, wenn sie durch die Kunst thematisiert würde. „Es hat vielleicht schon seit Jahrhunderten in London Nebel gegeben“, schreibt er. Aber diesen habe niemand wahrgenommen. „Deshalb wissen wir nichts darüber.“ Es gebe Phänomene, „die waren nicht vorhanden, bis die Kunst sie erfunden hat“.
80 Jahre Film und Fernsehen rund um MünchenJenseits des Heimatfilms
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Ein Streifzug durch die Region als Filmkulisse: Wie Bilder, Figuren und Drehorte in den vergangenen Jahrzehnten Wahrnehmung und Lebensgefühl des Münchner Umlands prägten – und welche Spuren sie im internationalen Kino hinterlassen haben.
Von Udo Watter, München
