Ein 70-Jähriger aus München hat am Samstagvormittag am Feringasee in Unterföhring für Aufruhr gesorgt. Der Mann war zunächst beim Schwimmen mit einer 28-Jährigen aus dem Landkreis Oberallgäu in Streit geraten. Weil er die junge Frau dabei beleidigte und bedrohte, schwamm sie zurück ans Ufer, wo ihr aufmerksame Badegäste zur Hilfe eilten, wie es im Polizeibericht heißt. Der 70-Jährige aber gab keine Ruhe und bedrohte auch die Helfer mit einem Stein aus dem See, bis schließlich über den Notruf die Polizei alarmiert wurde.
Als der Mann das mitbekam, schwamm er zu mehreren Bojen in der Mitte des Sees. Nachdem sich die Beobachter mittlerweile nicht mehr sicher waren, ob der Mann nicht ertrinken könnte, wurde über die Einsatzzentrale ein Boot der Wasserwacht Unterföhring angefordert.
Dieses brachte eine Streife der Münchner Polizei zu dem 70-Jährigen auf dem See, der sich bei Weitem nicht in einer Notlage befand. Die Beamten dirigierten ihn auf das Boot und nahmen ihn vorläufig fest. Beim Fahrrad des 70-Jährigen wurde dann auch noch eine Hiebwaffe gefunden.
Er wurde unter anderem wegen Bedrohung, Beleidigung sowie einer Ordnungswidrigkeit nach dem Waffengesetz angezeigt und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

