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Mobilität:Mieträder für alle

Grüne wollen flächendeckendes Angebot im ganzen Landkreis

Während in Ottobrunn weiterhin erbittert über die Einführung des MVG-Mietradsystems diskutiert wird und nicht klar ist, ob Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) auch in der kommenden Gemeinderatssitzung am 22. Juli mit seiner ablehnenden Haltung eine Mehrheit bekommt, haben die Grünen im Landkreis eine weitere Initiative für ein flächendeckendes Angebot der öffentlich nutzbaren Fahrräder gestartet: Sie fordern jene sieben Kommunen im Kreis, die bislang keine Mieträder anbieten, dazu auf, das MVG-Rad-Angebot von Stadt und Landkreis München erneut zu prüfen. Das betrifft neben Ottobrunn auch die Gemeinden Baierbrunn, Grasbrunn, Putzbrunn, Sauerlach, Schäftlarn und Straßlach-Dingharting.

"Nur ein flächendeckendes Angebot nützt allen Radfahrerinnen und Radfahrern", sagt Tania Campbell, Mitglied des Mobilitätsausschusses im Kreistag und Gemeinderätin aus Ottobrunn. Gemeinsam mit Sabine Pilsinger, Kreissprecherin der Grünen und ebenfalls Mitglied des Mobilitätsausschusses im Kreistag, macht sie sich in einer Pressemitteilung für den zügigen Ausbau des Leihradsystems stark: "Die Mobilität von morgen ist emissionsfrei, zuverlässig und günstig. Wir brauchen flexible Angebote wie das MVG-Rad im gesamten Landkreis. Daher wird es Zeit, dass die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises überall die MVG-Räder benutzen und abstellen können. Wir brauchen ein flächendeckendes attraktives Angebot, keinen Flickenteppich", heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Während Kritiker wie Ottobrunns Rathauschef Loderer vor allem die mangelnde Rentabilität der Mieträder ins Feld führen, setzen die Grünen auf eine breitere Nutzung, damit das Angebot überall verfügbar ist und noch spontaner genutzt werden kann. Sie wollen daher prüfen lassen, ob das Angebot ausgebaut werden kann. Die MVG-Mieträder sollen nach den Vorstellungen der Landkreis-Grünen dann nicht nur an Stationen ausgeliehen und zurückgegeben werden, sondern überall im Kernbereich von Kommunen. Also dort, wo der letzte Kunde es abgestellt hat - so wie das in der Landeshauptstadt München bereits der Fall ist.

© SZ vom 14.07.2020 / stga

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