Meine Woche:Mit dem Rad ins Home-Office

Lesezeit: 2 min

Meine Woche: Frank Noe.

Frank Noe.

(Foto: privat)

Frank Noe möchte mit seiner Fitness-Idee andere mitreißen

Von Angela Boschert, Sauerlach

Den ersten "Mit-dem-Rad-ins-Homeoffice-Tag" hat Frank Noe aus Sauerlach ins Leben gerufen. Der leidenschaftliche Radfahrer will ihn nun jedes Jahr am 3. Mai feiern. Er hat einen Weg gefunden, auch in Coronazeiten durch Bewegung an der frischen Luft motiviert und erfrischt in den Büroalltag zu starten. So radelt Noe jeden Morgen ins Home-Office. Das ist ein fixer Termin in seinem Kalender. Seit mehr als einem Jahr arbeitet der zweifache Familienvater nahezu ausschließlich daheim und genießt die Vorteile wie etwa Zeitersparnis. Der Key-Account-Manager eines Dienstrad-Unternehmens hat aber mit Schrecken festgestellt, dass er an manchen Arbeitstagen weniger als 1000 Schritte zurücklegt. Von einer Gewichtszunahme ist bei dem 42-Jährigen nichts zu sehen. Aber: "Der Rhythmus von Aufstehen, Anziehen, Frühstück, Arbeiten, Kaffee, Mittagspause - oftmals viel zu kurz -, Arbeiten, Kaffee, Abendessen, Couch, Bett trägt nicht zum Erhalt eines gewissen Fitnesslevels bei. Und das an fünf Tagen in der Woche", sagt Noe.

Im Januar kam er auf die Idee, "etwas Neues" zu machen, das Routine wird. Er entwickelte die Challenge "#bike2X - activate your life!". Dabei steht das große X für die eigene Adresse oder die Büroadresse, ganz nach Belieben. Noe will "möglichst viele Menschen motivieren, regelmäßig aktiv in den Tag zu starten und etwas Gutes für die eigene Gesundheit zu tun" und wirbt für seine Aktion bewusst auf einem Business-Netzwerk. Die Radlstrecke könne man sich selbst wählen.

Mehr als 100 Leute hat er damit schon erreicht. Eine Bekannte in Kuba schwingt sich jeden Tag vor der Arbeit auf ihr Rad. Die wöchentlich gefahrenen Kilometer aller zusammenzuzählen und die Summe jede Woche zu steigern, fand allerdings wenig Resonanz. Dafür erfährt Noe von Abwandlungen wie Gassi-Gehen mit dem Hund oder Joggen. Das begrüßt er, denn egal wie, "Hauptsache, wir tun uns durch mehr Bewegung an der frischen Luft etwas Gutes". Es habe ja seinen besonderen Reiz. Durchnässt im Office sitzen wolle ja niemand, aber jetzt in Home-Office-Zeiten sei das zu regeln. Im März sei er im Schneesturm geradelt, daheim nass ankommen, unter die Dusche und gestärkt an den Arbeitstisch gegangen: "Es gibt nichts Besseres", sagt Noe. Er hofft, dass sich viele von seiner Initiative anspornen lassen und mitmachen. "Ein Schneeballeffekt wäre cool." Seine Familie erlebe ihn seit "#bike2X" ausgeglichener.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema