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Meine Woche:Auf den Sattel und in die Pedale

Pullacher Grünen-Gemeinderat Fabian Müller-Klug.

(Foto: Claus Schunk)

Fabian Müller-Klug testet die neuen Leihräder in Pullach

Ob es in dieser Woche stürmt oder schneit, ist dem Pullacher Grünen-Gemeinderat Fabian Müller-Klug neuerdings nicht mehr so wichtig. Sollte es morgens beim Blick aus dem Fenster eher schlecht aussehen, kann er sich dafür entscheiden, mit der S-Bahn zur Arbeit nach München-Pasing zu gelangen. Das heißt dann aber nicht mehr, dass er dann nach der Arbeit am Nachmittag, wenn womöglich längst wieder die Sonne scheint, auf Fahrtwind und frische Luft verzichten muss. Denn er kann jetzt in Pasing ein Fahrrad der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ausleihen, damit nach Hause nach Pullach radeln und es dort wieder abstellen. Seit wenigen Tagen gibt es dort fünf MVG-Mietradstationen mit insgesamt 36 Rädern.

Die MVG kann nur hoffen, dass es sich bei diesen Zweirädern um gute Qualität handelt. Denn sie werden von einem Profi-Tester ausprobiert. Fabian Müller-Klug ist nämlich Fachmann in Sachen Radl. Nicht nur hat er als junger Mann in einem Radlgeschäft gearbeitet, er baut sich auch gerne selbst seine Zweiräder. Nur die Rahmen lässt er sich anfertigen. Von dieser Art besitzt er bereits ein Mountainbike und ein Alltagsrad. Fehlt ihm nur noch ein Rennrad. Doch das wird sicher auch bald folgen.

Zur Arbeit radelt Müller-Klug täglich 13 Kilometer hin und ebensoviele zurück. Obwohl er die MVG-Räder noch nicht ausprobiert hat - was er aber für diese Woche pünktlich zum Frühlingsbeginn plant - hat er gewisse Ansprüche an sie: Der Ausleihprozess sollte sehr einfach sein, die Räder stabil, sodass man nicht gleich einen Platten einfährt, über ein robustes Bremssystem verfügen - vor allem, wenn man als Pullacher mal den Berg hinunter und hinauf nach Grünwald möchte - und über eine gute Gangschaltung. Weiterhin sollte der Sattel leicht höhenverstellbar sein. Dass die Räder ein LED-Licht haben, das immer an ist, findet er schon mal gut, da es Sicherheit bringt.

Apropos Sicherheit. Da gibt es in Deutschland noch einiges zu tun, findet Müller-Klug. Vor einigen Jahren ist er mit seiner Familie per Rad von Köln nach Amsterdam gefahren und hat dort erlebt, wie schön es sein kann, wenn "kein Gegeneinander von Autos und Fahrrädern ist, sondern ein Miteinander".

Müller-Klug freut sich auch darüber, dass er für Besucher jetzt immer einen schönen Programmpunkt hat: ein MVG-Radl leihen und eine Rundfahrt durchs Isartal unternehmen. Schon nächste Woche kommt der französische Austauschschüler seiner Tochter. Und auch dieser liebt normalerweise Rennräder - also ein weiterer kritischer Tester der MVG-Radl-Technik.