Insolvent:Hoffnung für Maro

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Die Maro Baugenossenschaft ist Bauherrin des Mehrgenerationenhauses an der Ecke SauerlacherStraße/Hammerschmiedweg in Wolfratshausen. (Foto: Hartmut Pöstges)

CSU-Landtagsabgeordnete Thomas Holz und Kerstin Schreyer wollen die angeschlagene Wohnungsbaugenossenschaft retten.

Die CSU-Landtagsfraktion bemüht sich um die Rettung der insolventen Maro Baugenossenschaft. Dies teilen die Abgeordneten Kerstin Schreyer aus Unterhaching und Thomas Holz aus Kochel mit. Die Genossenschaft hat mehrere bewohnte Mehrgenerationen-Wohnprojekte und Demenz-Wohngemeinschaften im Portfolio, darunter in Wolfratshausen und Dietramszell. „Es ist mir ein großes Anliegen, die Rettung der Maro zu unterstützen und zu ermöglichen“, sagt Holz. Auch für Schreyer hat die Rettung der Baugenossenschaft „oberste Priorität“.

„Die Idee der Maro, als nicht gewinnorientierte Genossenschaft ein selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen für junge und alte Menschen zu ermöglichen, ist absolut unterstützenswert“, erklärt Holz. Ob und wie eine Rettung gelingen könne, sei noch nicht klar, sagt Holz. „Positiv stimmt aber jedenfalls, dass die handelnden Personen alles ihnen Mögliche hierfür unternehmen.“

Kerstin Schreyer, Stimmkreisabgeordnete in München-Land Süd, hat sich nach eigenen Worten zusammen mit dem Vorsitzenden des Haushaltsausschusses, ihrem Parteifreund Josef Zellmeier, „federführend“ in die Rettungsaktion eingeschaltet. „Die Genossenschaft darf nicht zerschlagen werden“, so Schreyer, die mit Maro nach eigenen Worten in ständigem Austausch steht. Die Abgeordnete zeigt sich „vorsichtig optimistisch“, dass gelingen kann, die Maro zu retten, und betont: Als Freistaat haben wir alles getan, was in unserer Macht steht.“ Positiv ist, laut Schreyer, dass die meisten Bestandsprojekte voll vermietet sind. Dennoch werde es mehrere Banken benötigen, die die Kredite übernehmen, vor allem da die Möglichkeiten des Freistaats aus beihilferechtlichen Gründen sehr begrenzt seien. 

Thomas Holz kritisiert, dass Kolleginnen und Kollegen anderer Fraktionen als Lösung lediglich einen „eindringlichen Appell“ an den bayerischen Bauminister und den bayerischen Finanzminister richten und fordern, dass „der Freistaat hier unter die Arme greifen“ müsse. „Gerade als Jurist sollte man wissen, dass der Handlungsspielraum des Freistaats aus beihilferechtlichen Gründen bedauerlicherweise sehr gering ist“, sagt der CSU-Stimmkreisabgeordnete. Deshalb sei es nicht seriös, den Betroffenen „eine Lösungsmöglichkeit vorzugaukeln, die so nicht besteht.“ Außerdem brauche man für die MARO eG eine schnelle und praktikable Lösung.

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