LaientheaterIrgendwo und sowieso

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Kleiner Bahnhof: Szene aus der Inszenierung von „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ der Theaterei Neuried.
Kleiner Bahnhof: Szene aus der Inszenierung von „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ der Theaterei Neuried. Andreas P. Wenzel /

Im Würmtal werden wieder Pfarrsäle zur Bühne für leichte Komödien. In Neuried steht am 8. November die Premiere an, in Lochham tags darauf.

Von Annette Jäger, Neuried/Gräfelfing

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Wenn es draußen neblig und früh dunkel wird, hat die leichte Unterhaltung Konjunktur. Der November ist traditionell der Monat der Laien-Theaterbühnen im Würmtal. Zwei Schauspielgruppen prägen das lokale Theaterleben seit Jahrzehnten: Die Lochhamer Laien-Bauern-Bühne, die seit 1968 über hundert Inszenierungen auf die Bühne gebracht hat, und die Neurieder Theaterei, früher Pfarrbühne genannt, die seit 2006 aktiv ist. Beide Gruppen verwandeln jeweils Pfarr- in Theatersäle, bewirten ihre Gäste und haben ein gemeinsames Ziel: die Zuschauer zum Lachen zu bringen. Das Konzept kommt an – die jeweils sieben Aufführungen sind in der Regel ausverkauft.

Gerne ein aktueller Bezug, gerne eine überraschende Wendung – das sind laut Ensemble-Mitglied Michael Schiffers die bevorzugten Zutaten der Neurieder Theaterei. In diesem Jahr bringen die Laienspieler die Bahn-Komödie „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ von Winnie Abel auf die Bühne, in der ein außerplanmäßiger Halt an einem trostlosen Provinzbahnhof die Kulisse bietet für allerlei zwischenmenschliche Tragödien.

Regie führt Isabell Kreusch, eine ausgebildete Theaterpädagogin. Premiere im Pfarrsaal St. Nikolaus ist am Freitag, 8. November, weitere Vorstellungen sind am 9., 10., 15., 16., 22. und 23. November geplant. Beginn ist um 20 Uhr, nur am Sonntag schon um 16 Uhr. Karten kosten 13 Euro und sind bei Schreibwaren Stucken oder an der Abendkasse erhältlich.

Bloß kein Szenario auf einem Bauernhof um 1920 – das war das Anliegen von Spielleiterin Natalie Wieland bei der Wahl des Herbstückes der Lochhamer Laien-Bauern-Bühne. Wieland ist Inhaberin des seit 1869 familiengeführten Theaterverlags Wilhelm Köhler in München und kennt sich deshalb im Sortiment der Bühnenstücke gut aus. Ausgewählt hat sie „Ach du lieber Gott“ von Cornelia Willinger, in dem es um einen gestressten Sternekoch, die feine Münchner Gesellschaft und eine Tochter geht, die ins Kloster will. Die Autorin ist unter anderem bekannt für die TV-Serie „Die Hausmeisterin“ und hat Drehbücher für Folgen von „Der Bulle von Tölz“ geschrieben.

Premiere im Pfarrsaal von St. Johannes Evangelist ist am Samstag, 9. November, weitere Aufführungen gibt es am 14., 15., 16., 17., 22. und 23. November. Beginn ist um 19.30 Uhr, am Sonntag, 17. November, schon um 15.30 Uhr. Karten zu 13 Euro können über die Homepage www.llbb.de bestellt werden oder sind an der Abendkasse erhältlich.

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