„Mit Erdwärme heizen, für Gas zahlen“, 29. Oktober:
Wenn man ein Unternehmen gründet, muss man sich auch intensiv darum kümmern. Das ist im Fall der AFK Geothermie leider nicht geschehen. Alle drei beteiligten Gemeinden haben die Entwicklung der Geothermie eher behindert als gefördert. Die jetzige Warmwasserbohrung, die nur Wasser aus rund 2000 Meter Tiefe fördert, ist zur Versorgung von Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim völlig unzureichend. Das Wasser ist nicht warm genug, man muss mit Gas kräftig nachheizen. Die geplante zweite Bohrung im Frühjahr 2024, die dringend erforderlich gewesen wäre, wollten die beteiligten Gemeinden nicht finanzieren.
Für uns Bürger ist das eine fatale Situation. Fossile Energien werden in der Zukunft immer teurer werden und auf einen wenigstens in etwa planbaren Geothermie-Anschluss können wir nicht hoffen. Da ist das Abrechnungsverfahren noch das allerkleinste Problem.
Hans-Hermann Lüdorf, Kirchheim
Inbrünstig gesungen
„Neues Gymnasium liegt im Zeitplan“, 5. November:
Mit Unverständnis und einiger Verwirrung hat die Schulfamilie des Gymnasiums Neubiberg auf Ihren enigmatischen Absatz zur Musik im Artikel über die Grundsteinlegung zum Schulneubau Putzbrunn reagiert. Der Abschnitt zum musikalischen Beitrag war zum einen nicht korrekt wegen der Besetzung, da der Unter- und Mittelstufenchor des Gymnasiums Neubiberg gesungen hat und nicht nur Schüler der Vorläuferklassen des neuen Gymnasiums. Bezüglich der Liedauswahl, die Sie als äußerst rätselhaft empfunden haben, liegt mir als einzige Erklärung nahe, dass Sie vielleicht das erste Lied „Ode an die Freude“ von Schiller/Beethoven versäumt haben.
Eventuell waren Sie beim letzten Lied, dem berühmten „You Raise Me Up“ zur Befüllung der Kapsel, nicht mehr anwesend; da die Kapsel nicht versenkt wird, fand ich das „Raise“ äußerst passend. Was den „Wellerman“ betrifft: Dieses Schiff brachte ja den Proviant zu den Seeleuten, und glauben Sie mir, die Chorkinder waren nach dem Vormittag bei Proben ab 8 Uhr, öffentlicher Hinfahrt zur Baustelle und langem Stehen in der Kälte auch erschöpft und so hungrig wie Seeleute – darum haben sie dieses Lied in Vorfreude auf Verpflegung auch besonders inbrünstig und mit viel Schwung gesungen.
Margret Joswig, Leiterin des Unter- und Mittelstufenchors, Gymnasium Neubiberg
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