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S-Bahn Richtung Kreuzstraße:Schreyer macht Druck bei Nachfolger Bernreiter

Seit Jahrzehnten stockt der zweigleisige Ausbau der Außenäste der Münchner S-Bahn. Nun hat sich die ehemalige Verkehrsministerin versichern lassen, dass er bei der S 7 vorangetrieben wird.

Bayerns ehemalige Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) gibt sich zuversichtlich, dass der zweigleisige Ausbau der S 7 von Giesing über Aying bis Kreuzstraße kommt. Entsprechende Signale habe sie auf eine Anfrage an ihren Nachfolger im Amt erhalten, teilt die Landtagsabgeordnete aus Unterhaching mit. "Christian Bernreiter hat mir schriftlich versichert, dass die Planungen des Ausbaus der S 7 unvermindert weiter vorangetrieben werden", so die 51-Jährige.

Seit Jahrzehnten stockt der zweigleisige Ausbau der Außenäste der Münchner S-Bahn auch und gerade im Landkreis München. Unmut hatten zudem im Juni Aussagen von S-Bahn-Chef Heiko Büttner hervorgerufen, wonach Infrastrukturprojekte dieser Größe sehr lange Planungs- und Realisierungszeiträume zur Folge hätten. Manch einer in der Kreispolitik hatte dies als eine Absage an den zweigleisigen Ausbau der S 7 verstanden - auch Kerstin Schreyer.

Nun macht die ehemalige Verkehrsministerin noch einmal deutlich, welche Bedeutung der Ausbau ihrer Ansicht nach hat: In der Innenstadt könnten Pendler auf Bus, Tram oder U-Bahn ausweichen, im Umland aber seien sie auf die S-Bahn angewiesen. Deshalb müsse die Infrastruktur ausgebaut werden. In ihrer Zeit als bayerische Verkehrsministerin habe sie daher das Programm "Bahnausbau Region München" angeschoben, in dem auch die weitere Vertiefung des zweigleisigen Ausbaus der S 7 enthalten ist. "Wenn wir mehr Leute in den ÖPNV bringen wollen, müssen wir die Infrastruktur der Außenäste verbessern", so die CSU-Landtagsabgeordnete.

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SZ/müh
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