Der Schatten ist ein ambivalentes Phänomen. Hat ein Mensch einen Schatten, heißt das: Der is ned ganz sauber. In seinem Hirn nächtigt der Wahnsinn. Hat ein Mensch aber keinen Schatten, dann wird er zum gesellschaftlichen Außenseiter – eindrucksvoll nachzulesen in Adelbert von Chamissos Kunstmärchen „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“, in dem die Titelfigur ihren Schatten verkauft. Besonders in der Romantik war der Schatten ein Symbol für die Seele. Auch Comic-Cowboy Lucky Luke hat ein merkwürdiges Verhältnis zu seinem Schatten: Immer schneller als dieser zu ziehen und ihn mit dem Colt abzuknallen, ist ein Verhalten, dass er mal auf der Couch erörtern sollte. Generell steht eigentlich niemand gern im Schatten, weder Unter- im Schatten von Oberhaching noch Ober- im Schatten von Unterföhring.
Coole Spots im Münchner UmlandDie Schönheit der Schattenseiten
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