Wenn die Schülerinnen und Schüler am Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching ihr Klassenzimmer betreten, führt sie der Weg erst einmal direkt zum Hotel. Das ist freilich nicht für die Jugendlichen, sondern für ihre Smartphones gedacht: In jedem Klassenzimmer gibt es dafür ein Behältnis mit nummerierten Fächern, das entfernt an einen Adventskalender erinnert. In diesem „Handy-Hotel“ werden die Geräte während des gesamten Unterrichts verwahrt. „So wissen die Schüler, dass ihre Handys an einem sicheren Ort sind, aber sie können nicht darauf zugreifen“, sagt Annette Langl, Mitarbeiterin in der Schulleitung.
Digitale BildungSollen Handys in der Schule verboten werden?
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Smartphones sind aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken und stellen Schulen vor ein Dilemma: Sollen sie die Geräte in den Unterricht einbeziehen, um die digitale Bildung voranzutreiben? Oder sie wegen der Ablenkungsgefahr ganz verbannen wie in Österreich? Im Landkreis München gibt es dazu unterschiedliche Ansätze – aber einen gemeinsamen Wunsch an die Politik.
Von Daniela Bode und Irmengard Gnau, Taufkirchen
