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Brunnthal:Hundewelpen eingepfercht

München / Germering: Reportage Autobahnpolizei

Bei Brunnthal entdeckten Polizeibeamte auf der A8 den illegalen Tiertransport.

(Foto: Johannes Simon)

Polizei stoppt auf der A 8 illegalen Tiertransport.

Einen illegalen Tiertransport haben Beamte der Autobahnpolizeistation Holzkirchen am Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr auf der A 8 kurz vor der Anschlussstelle Hofoldinger Forst gestoppt. Auf der Ladefläche des offenen Anhängers eines Fahrzeugs aus Rumänien, das in Richtung München unterwegs war, befanden sich drei kleine Hundewelpen, die ohne Sicherung auf engstem Raum eingepfercht waren. Laut Polizeiangaben standen die kleinen Hunde bei der Kontrolle in ihren eigenen Exkrementen - ohne Wasser oder Futter.

Gegen eine Insassin gab es einen Haftbefehl

Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass die noch nicht einmal drei Monate alten Welpen keine Tollwutimpfung erhalten hatten, die für die Einfuhr nach Deutschland vorgeschrieben ist. Aufgrund der unzumutbaren Transportart, der damit einhergehenden unhaltbaren hygienischen Zustände sowie der fehlenden Schutzimpfung hielten die Beamten Rücksprache mit dem Veterinäramt München und brachten die Welpen bis auf Weiteres in die Quarantänestation des Riemer Tierheims. Den Hundezüchter, der die Tiere offenbar in Deutschland verkaufen wollte, erwartet nun ein Strafverfahren wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz.

Zudem befanden sich zum Zeitpunkt der Kontrolle neben dem Hundezüchter weitere sieben Personen im Fahrzeug. Darunter eine Frau, gegen die ein Haftbefehl wegen Diebstahls bestand. Dieser ließ sich aber durch die sofortige Zahlung von 560 Euro abwenden; der Frau blieb damit auch ein 56-tägiger Gefängnisaufenthalt erspart.