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Garching:Stadtrat stimmt für den Bau eines Windrads

Auf dem Fröttmaninger Berg drehen sich längst die Rotoren. Bald könnte auch in Garching ein WIndrad mit bis zu 165 Metern Höhe entstehen.

(Foto: Stephan Rumpf)

Mit großer Mehrheit macht das Gremium den Weg frei für eine dritte Anlage im Münchner Norden. Sorge bereiten aber noch die Abstandsflächen und die Höhe.

Von Irmengard Gnau, Garching

Im Norden der Garchinger Flur soll sich in naher Zukunft ein Windrad drehen. Es wäre das dritte im Münchner Norden neben der Anlage in Fröttmaning und dem neuen Rad der Stadtwerke München auf dem Freimanner Müllberg. Der Garchinger Stadtrat hat am Mittwochabend mit großer Mehrheit beschlossen, einen Bebauungsplan für eine Windkraftanlage auf einer dafür vorgesehenen Ackerfläche unweit der Grenze zur Nachbargemeinde Eching aufzustellen. Damit schafft er die Voraussetzung für die Firma Ostwind aus Regensburg, dort ein Windrad zu errichten und für 20 Jahre zu betreiben.

Das Windrad soll am bis zu 250 Meter hoch sein

Kritik gab es an der voraussichtlichen Höhe des Windrades, das eine Nabenhöhe von etwa 165 Metern und eine Maximalhöhe am Ende der Rotorblätter von 250 Metern haben soll. Außerdem machten die geplanten Abstände von knapp eineinhalb Kilometern zum Echinger Ortsteil Dietersheim sowie etwa 1100 Metern nach Garching einigen Sorge. Da die Stadt einen Bebauungsplan für die Ökostromanlage aufstellt, kann sie selbst die Abstände festlegen und ist nicht an die 10H-Regelung der bayerischen Staatsregierung gebunden.

Um die Bürger für diese Initiative der Stadt für erneuerbare Energien zu begeistern, forderten mehrere Stadträte eine stärkere Bürgerbeteiligung bei dem Projekt.

© SZ/müh
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