Landkreis FDP startet Initiative gegen Tierversuche

Der FDP-Kreisverband München-Land fordert, die Zahl der Tierversuche in der medizinischen Forschung zu reduzieren. Ein entsprechender Antrag wurde auf dem oberbayerischen FDP-Bezirkstag einstimmig beschlossen und dient als Beschlusslage für den kommenden Landesparteitag. Von dort soll er gegebenenfalls als Grundlage für die FDP-Bundespolitik herangezogen werden, teilt der Kreisverband mit. "Wir Freien Demokraten wollen stärker innovative Ansätze in der Medizinforschung fördern. Sie sollen mit dazu beitragen, Tierversuche so weit wie möglich zu verhindern", sagt Tobias Thalhammer, Landtagskandidat im Stimmkreis München-Land-Süd. Seiner Meinung nach sollte die "In-vitro- und die In-silico-Technik" öfter angewandt werden. "Sie helfen bei der wirksamen Arzneimittel-Entwicklung und verhindern zugleich unnötiges Tierleid", sagt Thalhammer, der auch Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Kreistag ist.

Bei den erwähnten Techniken geht es darum, außerhalb lebender Organismen zu forschen, beziehungsweise mit Hilfe von Computersimulationen Erkenntnisse zu gewinnen. Thalhammer fordert, dass dafür mehr Forschungsgeld zur Verfügung gestellt werden. Tierversuche stellen laut FDP in der medizinischen Forschung immer noch die Standardmethode dar. Dabei seien die Ergebnisse oft nicht auf den Menschen zu übertragen.