Lärmschutz:Vorstoß für Tempo 120

Landratskandidat Bußjäger will Beschränkung auf A 99 und A 995

Der Landratskandidat der Freien Wähler (FW) für den Landkreis München, Otto Bußjäger, fordert in einem offenen Brief an die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU), die Geschwindigkeit auf den Autobahnen A 99 und A 995 auf 120 Stundenkilometer zu begrenzen. "Diese Beschränkung wäre im Sinne der Anwohner, des Klimas und der Umwelt", schreibt der frühere Bürgermeister von Grasbrunn, der derzeit einer der Stellvertreter von Landrat Christoph Göbel (CSU) ist.

Bezug nimmt Bußjäger mit seiner Forderung auf eine Entscheidung von Innenminister Herrmann, der in dieser Woche bekanntgegeben hatte, dass es - vorerst bis zum 31. Juli - auf der Isentalautobahn A 94 zwischen Pastetten und dem Tunnel Wimpasing bei Ampfing eben eine solche Geschwindigkeitsbegrenzung geben werde. "Bei uns herrscht noch mehr Verkehr und es sind noch mehr Anwohner betroffen", schreibt Bußjäger in seinem Brief.

Sowohl für den Autobahnring, der im östlichen Landkreis zahlreiche Landkreisgemeinden durchquert, als auch für die A 995 in Nachbarschaft der Gemeinden Oberhaching, Taufkirchen und Unterhaching ist laut dem FW-Politiker aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn zu überprüfen, inwiefern Tempo 120 hier umsetzbar sei. Außerdem fordert Bußjäger die Minister auf, "die gleichen Messungen - Immissionsgutachten, baulicher Lärmschutz sowie die Lärmwirkung der Fahrbahnoberfläche - wie auch auf der Isentalautobahn" in Auftrag zu geben.

© SZ vom 01.02.2020 / stga
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