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Kulturförderung:Kochbuch gegen Spende

Grüne rufen zur Unterstützung des Kleinen Theaters Haar auf

Vor einigen Wochen hat das Kleine Theater Haar um Spenden für die Restaurierung seines Steinway-Flügels gebeten - mit Erfolg. Die Summe für die Kosten der Reparatur, die sich im Zuge der Generalüberholung verdoppelt hatten - weil dabei weitere Schäden entdeckt wurden - ist zur Freude von Theaterchef Matthias Riedel-Rüppel fast komplett zusammengekommen. Es handelt sich um rund 15 000 Euro, die mit Hilfe von privaten Spendern und dank eines Zuschusses vom Bezirk Oberbayern übernommen werden können.

"Doch was nützt ein Flügel, wenn das Theater, gebeutelt durch Corona, nicht mehr öffnen kann?" hat sich die lokale Politprominenz der Grünen gefragt und beschlossen, sich noch mal dezidiert für das Theater zu engagieren. Ulrich Leiner, Zweiter Bürgermeister in Haar, die Bezirksrätinnen Sophie Harper, Gina Merkl und Petra Tuttas sowie die Landtagsabgeordneten Sanne Kurz, Markus Büchler, Claudia Köhler und Kerstin Celina haben das Jugendstiljuwel besucht und sich bei Riedel-Rüppel über die Probleme des Theaters informiert. Sophie Harper, Initiatorin des Aufrufs, findet viele Gründe für die Unterstützung des Hauses: "In der Vergangenheit war das Theater für die in der Psychiatrie arbeitenden Menschen Apotheke, Bettenlager, Kino. Heute ist es ein Kulturhotspot, das sich nicht nur der Kultur, sondern auch dem Sozialen verpflichtet fühlt, etwa mit seinem Projekt Seelen-Art, einem Projekt für und mit psychisch kranken Menschen." Kultur sei für die Abgeordneten Köhler und Büchler, beide beheimatet im Landkreis, sowie Kurz, kulturpolitische Sprecherin, und Celina, Sprecherin für Menschen mit Behinderungen, eine Herzensangelegenheit. Die Abgeordneten schenken außer ihrer eigenen Spende deshalb allen, die mindestens 50 Euro spenden, ein Kochbuch der Grünen-Landtagsfraktion. Spenden an: Kleines Theater Haar IBAN: DE701 7016 6486 0001 3502 00 BIC: GENODEF1OHC, Stichwort "Kochbuch". Um Angabe der Adresse für den Versand des Kochbuchs wird gebeten.

© SZ vom 22.06.2020 / wat

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