Haushaltsdefizit:"Irgendwer muss es immer bezahlen"

Haushaltsdefizit: Die Gemeinden sollen es ausbaden: Das Bild zeigt das Rathaus von Oberschleißheim.

Die Gemeinden sollen es ausbaden: Das Bild zeigt das Rathaus von Oberschleißheim.

(Foto: Florian Peljak)

Weil im Etat des Landkreises München mehr als 50 Millionen Euro fehlen, werden voraussichtlich die Gemeinden stärker zur Kasse gebeten. Aus den Rathäusern erklingt der Ruf nach Einsparungen.

Von Laura Geigenberger, Iris Hilberth, Annette Jäger, Bernhard Lohr, Martin Mühlfenzl, Sabine Wejsada und Lisa Marie Wimmer, Landkreis München

Straßlach-Dingharting und Grünwald trennt nur ein Forst, und trotzdem liegen zwischen beiden Gemeinden Welten - zumindest in finanzieller Hinsicht. Denn während das wegen seiner vielen Briefkastenfirmen reiche Grünwald den Landkreis München mit mehr als 140 Millionen Euro im Jahr finanziert und damit ein Fünftel der Kreisumlage trägt, die alle 29 Städte und Gemeinden zu entrichten haben, muss das dörfliche Straßlach nicht einmal drei Millionen an den Kreis abführen. Eine Erhöhung der Kreisumlage von 48 auf 49,9 Punkte, wie sie angesichts eines 52-Millionen-Euro Lochs im Haushalts des Landkreises aktuell diskutiert wird, hätte in absoluten Zahlen also sehr unterschiedliche Auswirkungen auf beide Orte: So müsste Grünwald annähernd vier Millionen Euro mehr bezahlen, Straßlach nur 280 000 Euro.

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