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Kommunalwahl in Ottobrunn:Satirepartei und Piraten treten an

Bernhard Senft, 23, ist Ortsvorsitzender der Satirepartei Die Partei in Ottobrunn. Bei der Kommunalwahl tritt er für eine gemeinsame Liste aus Die Partei und Piratenpartei an.

(Foto: Privat)

Seine erste Amtshandlung als neuer Ottobrunner Bürgermeister werde sein, das Flaschenpfand zu erhöhen, sagt Bernhard Senft von der Satirepartei Die Partei: "Um die Altersarmut zu beseitigen." In einem zweiten Schritt könnte dann Neubiberg eingemeindet und in "Neuottobrunn" umbenannt werde - quasi als Bestrafung der eigenen Parteikollegen des dortigen Ortsverbands, die sich immer noch nicht bei ihm gemeldet hätten. Es sind große Ziele, die sich der 23-jährige angehende Bäcker gesetzt hat, der als Bürgermeisterkandidat der Satirepartei Die Partei und der Piraten das Ottobrunner Rathaus "entern" und Amtsinhaber Thomas Loderer (CSU) "absetzen" will.

Möglich wird das allerdings nur, wenn bis 3. Februar mindestens 190 Ottobrunner Wahlberechtigte per Unterschrift im Rathaus die beiden Wahlvorschläge - Bürgermeisterkandidat und Gemeinderatsliste - unterstützen. Derzeit habe man um die 30 Unterschriften, erzählt Senft. "Das ist schon echt hart", sagt er. "Wir müssen wohl bald in die Altersheime und da mobilisieren, denn da wohnen die meisten Ottobrunner."

Senft, der Ortsvorsitzender seiner Partei ist, führt auch die gemeinsame Gemeinderatsliste unter dem Namen "Parteipiraten" an. Auf Platz zwei kandidiert Sebastian Haeutle, Mitglied im Bezirksvorstand der oberbayerischen Piraten. Insgesamt umfasst die Liste acht Kandidaten im Alter von 20 bis 33 Jahren. Senft hat ihnen für die Gemeinderatswahl ein klares Ziel ausgegeben: "100 Prozent plus x". Dann soll im Ort die Veränderung einsetzen, denn momentan gehe "alles langsam und bräsig, wie im Altenheim".

Die Kandidaten von Piraten und Die Partei in Ottobrunn: 1. Bernhard Senft, 2. Sebastian Haeutle, 3. Juliane Selmikat, 4. Luis Schmidtke, 5. Sonja Buchner, 6. Markus Pölt, 7. Philip Revermann, 8. Jonas Reitemeyer

© SZ vom 14.01.2020 / müh
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