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Kommunalwahl in Baierbrunn:Patrick Ott

(Foto: sebastian berger)

Für die beiden Töchter von Patrick Ott hat sein baldiger Einzug ins Baierbrunner Rathaus einen angenehmen Nebeneffekt. "Wenn sie jetzt in der Schule gefragt werden, was ihr Papa von Beruf ist, können sie Bürgermeister sagen", erklärt der 53-Jährige schmunzelnd. Und müssen nicht mehr so etwas Sperriges wie "Finanzberater für in Deutschland lebende, englischsprachige Ausländer" erklären. Der 1967 in Würzburg geborene Ott hatte sich in seinem Unternehmen um solche "Ausländer" gekümmert: Ingenieure, IT-ler, Start-up-Gründer.

Seit seiner Kandidatur für die ÜWG im Dezember freilich hatte er sich zurückgezogen und seine Frau leitete die Firma alleine weiter, bald soll sie abgegeben werden. Ott, der vom siebten Lebensjahr bis 1990 in Baierbrunn wohnte, dann vier Jahre im sächsischen Landtag Abgeordneter war, bevor er nach Oberbayern zurückkehrte, wollte sich von Beginn an voll und ganz dem Wahlkampf widmen. Das passt zu einem, der Theodore Roosevelt als politisches Vorbild nennt - einen klassischen, entscheidungsstarken Macher. "Spreche mit sanfter Stimme und trage eine dicke Keule", zitiert er eine Maxime Roosevelts. Höflichkeit, kombiniert mit Überzeugungs- und Entschlusskraft. Quasi einer, der anpackt, dabei aber auch reflektiert vorgeht. Nicht zuletzt deshalb gelingt es ihm, auch Menschen aus anderen bürgerlichen Gruppierungen mitzunehmen. Für Ott besonders wichtig: ein vernünftiges Krisenmanagement ob der aktuellen Herausforderungen im reibungslosen Übergang vom amtierenden Rathauschef Wolfgang Jirschik zu ihm zu gewährleisten.

© SZ vom 31.03.2020 / wat

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