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Kommunalwahl in Aying:Spannung vor Bürgermeisterwahl

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Peter Wagner (CSU, links) holte vor zwei Wochen etwas mehr Stimmen als Hermann Oswald (PWH). Fotos: Claus Schunk

Peter Wagner und Hermann Oswald rechnen sich in Aying Chancen aus

Nach der Stichwahl am Sonntag wird in Aying eine neue Ära eingeleitet - mit Hermann Oswald (PWH) oder Peter Wagner von der CSU als Bürgermeister. Der Ausgang des Zweikampfes um das Erbe des 24 Jahre waltenden Rathauschefs Johann Eichler gilt dabei als völlig offen. Gemessen am Ergebnis des ersten Wahlganges trägt CSU-Kandidat Wagner mit 995 Stimmen die Favoritenbürde. Oswald konnte 888 Stimmen für sich verbuchen. Dennoch sehen beide Kontrahenten ihre Siegchancen als fifty-fifty. Er denke schon, dass er mit mehr als hundert Stimmen Vorsprung die bessere Ausgangslage habe, "aber das heißt nichts", sagt Wagner. Von einem offenen Rennen "zwischen zwei ziemlich gleich starken Kandidaten" spricht Hermann Oswald, er sieht aber seinen Konkurrenten in einem nicht unwesentlichen Punkt im Vorteil: Während er selbst als Kandidat einer in einem Ortsteil (Helfendorf) angesiedelten Wählergemeinschaft antritt, heftet dem CSU-Mann keine regionale Zuordnung an.

Was für beide gilt: "Wir müssen danach wieder zusammenarbeiten." Entsprechend moderat machen beide Werbung für sich, von einem Hauen und Stechen kann keine Rede sein. Peter Wagner bat in einem offenen Brief um Stimmen, Hermann Oswald stellte ein Bewerbungsvideo auf Facebook ins Netz. Und auch die Grünen, die FDP und die SPD sowie die FWGA, die keinen Bürgermeisterkandidaten nominiert hatte, greifen nicht mit Empfehlungen für einen der beiden Kandidaten in den Wahlkampf ein.

Zur Auszählung werden für die 4200 Wahlberechtigten drei Briefwahllokale in der Ayinger Turnhalle eingerichtet. Die Wahlbeteiligung am 15. März betrug 67 Prozent.

© SZ vom 27.03.2020
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