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Kommunalwahl:Frischer Wind gegen den Status quo

Grasbrunns Freie Wähler stellen ihre Kandidaten auf und eröffnen den Wahlkampf.

Mit einer Mischung aus - nach eigenen Angaben - "jungen Wilden" und engagierten Bürgern aller Altersstufen will die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in Grasbrunn bei der Kommunalwahl mehrere Sitze im Gemeinderat dazu gewinnen. Bei der Aufstellungsversammlung machten die Kandidaten deutlich, dass sie anpacken wollen, "um mit frischen Ideen und Sachpolitik die anstehenden Herausforderungen in der Gemeinde zu meistern". Die Verkehrsbelastung in den Ortsdurchfahrten, der Breitbandausbau und der Erhalt der Attraktivität der Ortskerne stehen dabei auf der Agenda der FWG an erster Stelle.

"Viele von diesen Zukunftsthemen wie auch die Schaffung von ausreichendem, bezahlbaren Wohnraum sind in den letzten Jahren in unserer Gemeinde liegen geblieben", eröffnete Bürgermeisterkandidat Johannes Seitner den Wahlkampf mit Kritik an SPD-Amtsinhaber Klaus Korneder. "Nur mit der Verwaltung des Status quo werden wir keine Probleme lösen. Da muss mehr passieren." Die Liste mit den 20 Kandidaten, von denen elf erstmals antreten, wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Die Altersspanne der FWG-Kandidaten reicht von 22 bis 78 Jahren, es finden sich auf ihr Beamte, Handwerker, Landwirte, Manager, Selbständige und Unternehmer aus allen Gemeindeteilen. Von den 20 Kandidaten sind allerdings nur fünf Frauen. "Besonders freut es mich, dass wir mit Lysander Unfug, Mario Höfer, Andreas Pürstinger, Matthias Eberherr, Lorenz Göpfert und Hansi Keller gleich sechs neue Kandidaten gewinnen konnten, die als junge Wilde frische Ideen einbringen können", so der FWG-Vorsitzende Seitner.

Aktuell stellt die FWG vier Gemeinderäte, bei der Wahl im März 2020 sollen es nach ihrem Willen deutlich mehr werden. "Unser Ziel ist es, die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat zu verändern, damit wir mit Sachpolitik die anstehenden Probleme bewältigen und unsere Vorschläge dazu umsetzen können", so Seitner. In den vergangenen Jahren sei vieles erst durch die Initiative der FWG und unter dem Druck der Öffentlichkeit in Gang gekommen. Als Beispiele nennt Seitner neben der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge auf Gemeindeebene vor allem die Realisierung der neuen Zweieinhalbfach-Turnhalle. In der nächsten Wahlperiode steht für die FWG die Reduzierung der Verkehrsbelastung in allen Gemeindeteilen an erster Stelle. So fordern die Freien Wähler ein Durchfahrtsverbot für Lkw in Grasbrunn genauso wie in Harthausen und Neukeferloh. Was Landrat Göbel für die Waldbrunner Straße in Neukeferloh in Aussicht gestellt habe, müsse auch für Grasbrunn und Harthausen möglich sein.

Die Liste der FWG Grasbrunn für den Gemeinderat: 1. Johannes Seitner, 2. Johannes Bußjäger, 3. Wolfgang Kainz-Huber, 4. Gabriele Segenschmid, 5. Sebastian Brunner, 6. Lysander Unfug, 7. Mario Höfer, 8. Andreas Pürstinger, 9. Martin Malz, 10. Frank Brennecke, 11. Nicole Brunner, 12. Otto Fritz, 13. Matthias Eberherr, 14. Annette Schuster, 15. Walter Bögl, 16. Lorenz Göpfert, 17. Hansi Keller, 18. Ernst Pfister, 19. Monika Steinkohl, 20. Richard Schmidpeter