Kommunalwahl Arbeitsprogramm umgesetzt

Seit 2014 ist Andreas Kemmelmeyer (PWU) Bürgermeister in Unterföhring - und will dies auch über 2020 hinaus bleiben.

(Foto: Florian Peljak)

Unterföhrings Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer von der Parteifreien Wählerschaft zieht ein rundum positives Fazit seiner ersten Amtszeit - und wird einstimmig für eine erneute Kandidatur nominiert

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Mit Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer zieht die Parteifreie Wählerschaft Unterföhring (PWU) in den bevorstehenden Kommunalwahlkampf. Der 52-Jährige ist am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung der Gruppierung einstimmig zum Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters bestimmt worden. Die Parteifreien sind damit die ersten in Unterföhring, die ihren Bewerber um den höchsten Posten in der Kommune präsentieren - und das ganz öffentlich, wie Kemmelmeyer sagte und darauf anspielte, dass andere dies lieber in Versammlungen hinter verschlossenen Türen täten.

Nachdem knapp 60 Mitglieder nun mit ihrer 100-prozentigen Zustimmung die Weichen für eine neuerliche Kandidatur Kemmelmeyers gestellt haben, wird im Herbst die offizielle Aufstellung folgen. Dann soll auch die Gemeinderatsliste der PWU präsentiert werden. Kemmelmeyer zeigte sich angesichts des großen Vertrauens in ihn höchst erfreut - und siegessicher. Seine Fraktion und er stünden für Offenheit, Transparenz und den Willen, die Bürger mitzunehmen. Was im Wahlkampf von 2013/14 gegolten habe, soll auch jetzt wieder greifen. Unter dem Slogan "Das Wichtige richtig machen" würden die Parteifreien um Wähler kämpfen.

In seiner Rückschau auf die vergangenen fünf Jahre im Amt berichtete der Bürgermeister davon, dass die PWU ihr Arbeitsprogramm, mit dem sie im März 2014 zur Wahl angetreten war, umgesetzt habe, und nannte als Beispiele Schulcampus und Sportpark, Feststadel und Hallenbad sowie ein Zugehen auf Neubürger und Unternehmen. Als Erfolge verbucht Kemmelmeyer darüber hinaus den Durchbruch zur Erweiterung des Föhringer Rings, wo die Arbeiten bereits begonnen haben, den Bürgerentscheid zur Abschaltung des Kohleblocks im Heizkraftwerk sowie den Einbau von optimierten Schadstofffiltern in den neuen Freimanner Gasturbinen. Kemmelmeyer dankte nicht nur der aktuell 138 Mitglieder zählenden PWU für die Unterstützung, sondern allen im Gemeinderat und in der Verwaltung.

Die Arbeit als Bürgermeister sei zwar nicht immer einfach, räumte Kemmelmeyer ein, für ihn aber sei sie der beste Job überhaupt. Und diesen möchte er nach der Kommunalwahl am 15. März 2020 weitermachen - auch um die Themen der Zukunft wie E-Mobilität, Digitalisierung und den möglichen Bau einer Seilbahn von München nach Unterföhring mitzugestalten.

Während Kemmelmeyer nun gesetzt ist, halten sich die politischen Konkurrenten in Unterföhring derzeit noch bedeckt. Die SPD befindet sich offenbar immer noch in der Findungsphase, die CSU hat sich bisher zumindest öffentlich noch nicht auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl festgelegt, und auch bei den Grünen ist die Meinungsbildung, ob die Partei einen eigenen Bewerber in den Kampf ums Rathaus schicken wird, noch nicht abgeschlossen.