Bürgermeisterwahl 2026Vier Männer und zwei Frauen wollen das Unterhachinger Rathaus führen

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Vier Männer und zwei Frauen bewerben sich um den Chefsessel im Unterhachinger Rathaus, nachdem Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) nach 18 Jahren das Handtuch wirft, weil er Landrat werden möchte.
Vier Männer und zwei Frauen bewerben sich um den Chefsessel im Unterhachinger Rathaus, nachdem Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) nach 18 Jahren das Handtuch wirft, weil er Landrat werden möchte. Sebastian Gabriel

Nach 18 Jahren hört SPD-Bürgermeister Wolfgang Panzer auf. Am 8. März haben die Unterhachinger die Wahl zwischen sechs Kandidatinnen und Kandidaten für seine Nachfolge.

Von Sabine Wejsada, Unterhaching

Nach dem Rückzug des langjährigen Rathauschefs Wolfgang Panzer (SPD) wird in Unterhaching im Mai eine neue Bürgermeisterin oder ein neuer Bürgermeister den Dienst antreten. Panzer kandidiert bei der Landratswahl am 8. März und tritt entsprechend nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters an. Beerben wollen ihn vier Männer und zwei Frauen. Korbinian Rausch geht für die CSU ins Rennen, Daniel Schön für die Sozialdemokraten. Die Grünen haben zweite Bürgermeisterin Johanna Zapf auserkoren, Andreas Büchele tritt für die Freien Wähler an, Peter Hupfauer für die FDP und als parteilose Kandidatin versucht Julia Stifter ihr Glück.

Will für die CSU das Rathaus gewinnen: Korbinian Rausch
Will für die CSU das Rathaus gewinnen: Korbinian Rausch Claus Schunk

Korbinian Rausch, CSU

Mit 95 Prozent der Stimmen hat die örtliche CSU wie erwartet Korbinian Rausch zum Kandidaten im Wettbewerb um das Bürgermeisteramt aufgestellt. Der 32-Jährige soll für die Partei nach 26 Jahren SPD-Dominanz wieder den Chefsessel im Unterhachinger Rathaus erobern. Rausch ist in dem Münchner Vorort aufgewachsen und hat nach eigenen Angaben sein ganzes Leben hier verbracht. Seit vielen Jahren engagiert er sich ehrenamtlich im Ort, sagte er bei der Aufstellungsversammlung und betonte: „Die Gemeinde liegt mir als Heimat unglaublich am Herzen.“

Die SPD schickt in Daniel Schön einen ortsfremden Kandidaten ins Rennen.
Die SPD schickt in Daniel Schön einen ortsfremden Kandidaten ins Rennen. Claus Schunk

Daniel Schön, SPD

Ein Münchner soll für die SPD das Unterhachinger Rathaus verteidigen: In Daniel Schön, 42, bewirbt sich ein Ortsfremder um den Chefsessel in der Gemeinde. Schön ist Rechtsanwalt, seit 1997 Mitglied der SPD und lebt im Stadtteil Bogenhausen. Zusammen mit seiner Familie will er nach Unterhaching umziehen, um nah am Wahlvolk zu sein. Aufgewachsen in Kümmersbruck im Landkreis Amberg-Sulzbach, studierte Schön in Passau und Barcelona, später arbeitete er als Anwalt in Brüssel, New York und Tel Aviv, bevor er in München gemeinsam mit seiner Frau eine eigene Kanzlei eröffnete. Mittlerweile ist er spezialisiert auf Familienrecht und berät die SPD-Landtagsfraktion.

Die zweite Bürgermeisterin will erste werden: Johanna Zapf von den Grünen.
Die zweite Bürgermeisterin will erste werden: Johanna Zapf von den Grünen. Claus Schunk

Johanna Zapf, Grüne

Dass die Unterhachinger Grünen mit der 38-jährigen Johanna Zapf ins Rennen um die Nachfolge von Wolfgang Panzer (SPD) gehen werden, hatte sich spätestens abgezeichnet, als Zapf 2022 zusammen mit Stefan König auch den Vorsitz des Ortsverbands übernahm. Da blickte sie bereits auf eine flotte Karriere in der Kommunalpolitik zurück. 2020 kandidierte sie erstmals für den Gemeinderat und wurde sogleich nicht nur in das Gremium, sondern auch zur Stellvertreterin des Bürgermeisters gewählt. Zapf gibt sich selbstbewusst: Sie habe in den vergangenen Jahren viele Projekte angestoßen und begleitet und sich für nachhaltige Mobilität und ein Windrad starkgemacht, bilanziert die Grünen-Politikerin.

Andreas Büchele ist Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Unterhaching.
Andreas Büchele ist Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler in Unterhaching. privat

Andreas Büchele, Freie Wähler

Transparenz, Offenheit und Toleranz in der bürgerlichen Mitte: Dafür steht nach eigenen Worten Andreas Büchele, der für die Freien Wähler das Bürgermeisteramt in Unterhaching erobern soll. Der 45-Jährige ist Geschäftsführer des Unterhachinger Unternehmens Hermann Büchele GmbH & Co. KG, Vater von zwei Söhnen und in verschiedenen Unterhachinger Vereinen aktiv.

Die parteilose Julia Stifter versucht mit einer eigenen Liste ihr Glück als Bürgermeisterkandidatin.
Die parteilose Julia Stifter versucht mit einer eigenen Liste ihr Glück als Bürgermeisterkandidatin. privat

Julia Stifter, parteilos

Die parteifreie Julia Stifter tritt mit einer eigenen Liste bei der Kommunalwahl in Unterhaching an– und will auch gleich noch Bürgermeisterin werden. 2020 hatte es sich die heute 46-jährige Kauffrau noch nicht zugetraut, als Bürgermeisterkandidatin anzutreten, obwohl sie damals die Liste der Freien Wähler anführte. Diese Gruppierung hat die frühere CSU-Gemeinderätin vor zweieinhalb Jahren verlassen und sich seither keiner Partei und keiner Fraktion mehr angeschlossen. Jetzt hat sie die Liste „Julia Stifter – Gemeinsam für ein starkes und menschliches Unterhaching“ aufgestellt und sowohl für diese wie für ihre Bürgermeisterkandidatur genügend Unterstützerunterschriften erhalten. Gemeinderätin ist Stifter sie seit elf Jahren.

Peter Hupfauer tritt erneut als Bürgermeisterkandidat der FDP an.
Peter Hupfauer tritt erneut als Bürgermeisterkandidat der FDP an. Claus Schunk

Peter Hupfauer, FDP

Zweiter Versuch: FDP-Gemeinderat Peter Hupfauer bewirbt sich wie schon 2020 um das Amt des Bürgermeisters in Unterhaching. Als seine Agenda nennt der 57-jährige Kandidat „die klassischen Themen der Daseinsvorsorge“, darunter etwa „Kinderbetreuung und Schulen, Straßen und Mobilität, die Stärkung der Unternehmen im Ort, die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse“. Ein „gutes Haushalten“ sei ebenfalls erforderlich, „um wieder mehr Handlungsspielraum für die Ortsentwicklung zu gewinnen“.

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