In Pullach dürfte die Bürgermeisterwahl am 8. März besonders spannend werden: Die seit zwei Perioden amtierende Rathauschefin Susanna Tausendfreund muss sich einer vierköpfigen Konkurrenz erwehren. Gegen die einzige Grünen-Bürgermeisterin im Landkreis München tritt nach CSU-Kandidatin Christine Eisenmann im Jahr 2020 diesmal in Heinrich Klein zum zweiten Mal ein Mitglied der Rathausbelegschaft an. Nominiert wurde der 50-Jährige von der Wählervereinigung „Wir in Pullach“ (WIP). Eisenmann, die sich mittlerweile beruflich anderweitig orientiert hat, startet einen weiteren Versuch, zudem bewerben sich Michael Reich (FDP) und die parteilose Ulrike Barth, die von der SPD aufgestellt wurde, um das höchste Amt in der Isartalgemeinde.
Amtsinhaberin Susanna Tausendfreund, Grüne

Pullachs Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) wird sich bei der Kommunalwahl 2026 wieder um den Posten der Rathauschefin bewerben. Der Ortsverband hat die 62-Jährige bei seiner Aufstellungsversammlung einstimmig als Kandidatin nominiert. Tausendfreund strebt eine dritte Amtszeit in der Isartalgemeinde an. Die Juristin will nach eigenen Worten ihren Heimatort „weiter lebensnah, nachhaltig und zukunftsorientiert“ gestalten.
Christine Eisenmann, CSU

Christine Eisenmann fordert die Pullacher Rathauschefin Susanna Tausendfreund bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 erneut heraus. Die Vorsitzende der Pullacher CSU-Gemeinderatsfraktion tritt ein zweites Mal als Bürgermeisterkandidatin an. 2020 unterlag die heute 58-Jährige in der Stichwahl mit 46,7 Prozent der Stimmen. Eisenmann ist staatlich geprüfte Bautechnikerin und arbeitete früher in der Bauverwaltung in Pullach. Seit vier Jahren ist sie im Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr tätig, seit vier Jahren sitzt sie im Gemeinderat und seit zweieinhalb Jahren im Kreistag.
Heinrich Klein, parteilos für Wir in Pullach

Die Wählervereinigung „Wir in Pullach“ (WIP) hat in Heinrich Klein einen Überraschungskandidaten für die Bürgermeisterwahl gewonnen: Der 50-Jährige ist seit Oktober 2019 Geschäftsleiter der Gemeinde und gilt als Vertrauter der amtierenden Grünen-Bürgermeisterin. Die Gruppierung lobt ihren Bewerber nach eigenen Angaben als einen allseits geschätzten Verwaltungsexperten mit viel Erfahrung für Pullach. Klein sei „jung, engagiert, kompetent und überparteilich“.
Ulrike Barth, parteilos für die SPD

Die SPD hat die parteilose Ulrike Barth als Kandidatin für das Bürgermeisteramt in Pullach nominiert; die 57-Jährige ist Mutter zweier erwachsener Kinder und beruflich für Organisation und IT zuständig. Mit der SPD kam sie in Kontakt, weil ihr Mann Christian Barth seit acht Jahren im Pullacher Ortsverein aktiv ist, mittlerweile als zweiter Vorsitzender. Ein Grund, sich stärker einzubringen, sei das Bürgerbegehren gegen den kommunalen Wohnungsbau an der Heilmannstraße vor einigen Jahren gewesen. Sie fand es damals empörend, dass bezahlbarer Wohnraum verhindert werden sollte.
Michael Reich, FDP

Bereits im vergangenen Mai hat die FDP in Pullach Michael Reich als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. Der 55-Jährige lebt seit 2006 in der Isartalkommune und gehört dem Gemeinderat an. Reich ist Rechtsanwalt und verheiratet. Für ihn ist es nach 2020 der zweite Versuch, das Pullacher Rathaus zu erobern.

