Kommunalwahl 2026Fünfkampf ums Gräfelfinger Rathaus

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Begehrter Arbeitsplatz: das Chefbüro im Gräfelfinger Rathaus.
Begehrter Arbeitsplatz: das Chefbüro im Gräfelfinger Rathaus. (Foto: Catherina Hess)

Bürgermeister Peter Köstler von der CSU strebt in der Würmtalgemeinde eine zweite Amtszeit an. Drei Männer und eine Frau machen ihm Konkurrenz.

Von Sabine Wejsada, Gräfelfing

Der Gräfelfinger Bürgermeister Peter Köstler (CSU) strebt eine zweite Amtszeit an. Doch eine Frau und drei Männer wollen das verhindern. Die örtlichen Grünen setzen auf Sabine Klein, für die FDP versucht es Heinrich Schönberger und Mathias Pollok tritt für die Interessengemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing (IGG) an. Auch Florian Ernstberger vom Bürgerverein Gräfelfing-Lochham hat erneut seinen Hut in den Ring geworfen, um das Rathaus in der Würmtalgemeinde zu erobern. Die örtliche SPD dagegen verzichtet auf eine Kandidatin oder einen Kandidaten, eine Liste für den Gemeinderat haben die Sozialdemokraten allerdings aufgestellt, angeführt wird sie von Anette Kitzmann-Waterloo, die 2020 noch als Bewerberin für den Chefsessel im Rathaus antrat.

Amtsinhaber Peter Köstler, CSU

Strebt eine zweite Amtszeit an: Bürgermeister Peter Köstler von der CSU.
Strebt eine zweite Amtszeit an: Bürgermeister Peter Köstler von der CSU. (Foto: Catherina Hess)

Wenn es nach der CSU geht, dann soll Amtsinhaber Peter Köstler weitermachen. Der Ortsverband hat den 53-Jährigen mit einem einstimmigen Votum für die Wahl am 8. März 2026 nominiert. Vor sechs Jahren hatte sich Köstler in der Stichwahl knapp gegen die damalige Amtsinhaberin Uta Wüst (IGG) durchgesetzt. Der CSU-Mann lebt seit seiner Geburt in Gräfelfing. Bevor er Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde wurde, war er als freiberuflicher Kaufmann und Unternehmensberater tätig.

Mathias Pollok, Interessengemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing

Möchte das Rathaus für die IGG zurückerobern: Mathias Pollok.
Möchte das Rathaus für die IGG zurückerobern: Mathias Pollok. (Foto: privat)

Mit 66 Jahren ins Chefbüro der Würmtalgemeinde: Für die Interessengemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing (IGG) soll der Ruheständler Mathias Pollok das Rathaus für seine Gruppierung zurückerobern. Seit 2010 ist er Gemeinderat und seit fünf Jahren Fraktionssprecher der IGG, außerdem ist er Aufsichtsratsmitglied des Pflegeheims Rudolf-und-Maria-Gunsthaus, das die Gemeinde in einer Tochtergesellschaft betreibt. Geboren und aufgewachsen ist Pollok in Gräfelfing.

Sabine Klein, Grüne

Die Grünen schicken Sabine Klein in die Gräfelfinger Bürgermeisterwahl.
Die Grünen schicken Sabine Klein in die Gräfelfinger Bürgermeisterwahl. (Foto: Bündnis90/Die Grünen)

Die Grünen gehen mit Sabine Klein ins Rennen um die Bürgermeisterwahl am 8. März 2026. Als Rathauschefin wolle sie  „mehr Tempo“ machen, sagt die Politikwissenschaftlerin, die auf „demokratisches Zusammenarbeiten“ über Partei- und Ortsgrenzen hinweg setzt. Die 42-Jährige ist seit 2023 Vorsitzende der Grünen in Gräfelfing und arbeitet als Referentin für internationalen Austausch beim Bayerischen Jugendring. Sie möchte sich um die Suche nach einer Partnerkommune kümmern.

Tritt für die FDP an: Heinrich Schönberger.
Tritt für die FDP an: Heinrich Schönberger. (Foto: privat)

Heinrich Schönberger, FDP

Auch der FDP-Ortsvorsitzende Heinrich Schöberger will Bürgermeister in Gräfelfing werden. Der 41-jährige Softwareberater ist in der Würmtalgemeinde geboren und aufgewachsen. Er setzt sich nach eigenen Worten dafür ein, „das historisch feingliedrig gewachsene Gemeinwesen der Gemeinde Gräfelfing zu erhalten, zu pflegen und nachhaltig in die Zukunft mit fortzuschreiben“. Gleichzeitig wolle er leistungsfähige Gewerbebetriebe nach Gräfelfing holen und hier halten.

Florian Ernstberger, Bürgerverein Gräfelfing-Lochham:

Tritt zum vierten Mal an: Florian Ernstberger vom Bürgerverein Gräfelfing-Lochham will Bürgermeister werden.
Tritt zum vierten Mal an: Florian Ernstberger vom Bürgerverein Gräfelfing-Lochham will Bürgermeister werden. (Foto: Elvira Peter)

Florian Ernstberger kandidiert bereits zum vierten Mal, um Bürgermeister von Gräfelfing zu werden. Der 66-jährige Jurist und Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Münchner Kreistag verspricht „Sachpolitik, frei von Ideologie“. Bei seiner Kandidatur um das Bürgermeisteramt 2020 hatte er in Gräfelfing nur 11,5 Prozent der Stimmen erhalten, auch 2014 unterlag er als Kandidat der Interessengemeinschaft Gartenstadt Gräfelfing. Doch im Jahr 2002 hatte Ernstberger Erfolg: Er ging als Sieger aus der Stichwahl hervor. Rathauschef war er dann aber nur für neun Monate, dann musste auf eine gerichtliche Verfügung hin die Stichwahl wiederholt werden – und es gewann Christoph Göbel (CSU), der heutige Münchner Landrat.

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