MeinungStichwahlen im Landkreis MünchenDer Amtsbonus ist mehr Last als Vorteil

Kommentar von Sabine Wejsada

Lesezeit: 1 Min.

Raus aus dem Rathaus: Der seit 19 Jahren amtierende Ottobrunner Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) ist mit 38,5 Prozent deutlich abgewählt worden.
Raus aus dem Rathaus: Der seit 19 Jahren amtierende Ottobrunner Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) ist mit 38,5 Prozent deutlich abgewählt worden. Claus Schunk

Im Landkreis München werden fünf Bürgermeister vom Hof gejagt. Das Wahlvolk erweist sich als zunehmend ungeduldig und straft Amtsträger wegen vermeintlich verschleppter Entscheidungen schneller ab.

Es hat die Grünen getroffen, die SPD und die CSU gleichermaßen: Am Sonntag sind fünf Bürgermeister im Landkreis München abgewählt worden. Zwei, so muss man es nach der Stichwahl sagen, sind von der Wählerschaft im wahrsten Sinne des Wortes vom Hof gejagt worden: Thomas Loderer (CSU) kann nach 19 Jahren in Ottobrunn seinen Hut nehmen, für seinen Planegger Parteifreund Hermann Nafziger ist nach nur einer Amtszeit Schluss. Ihre Herausforderer von der SPD haben sie jeweils deklassiert. Für die beiden Bürgermeister gab es krachende Niederlagen, die ihresgleichen suchen.

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Stichwahlen im Landkreis München
:Die Wähler sind in Wechselstimmung

Die Grünen und Susanna Tausendfreund verlieren in Pullach das einzige von ihnen geführte Rathaus. In Ottobrunn siegt SPD-Herausforderer Florian Schardt über CSU-Bürgermeister Thomas Loderer, in Garching unterliegt SPD-Rathauschef Dietmar Gruchmann.

Von Daniela Bode, Irmengard Gnau, Iris Hilberth, Patrik Stäbler und Udo Watter

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