Klimaschutz:Der CO₂-Ausgleich löst sich in Luft auf

Klimaschutz: Einer der großen CO₂-Emittenten, für den der Landkreis München allerdings nichts kann: das Heizkraftwerk Nord der Stadtwerke München in Unterföhring.

Einer der großen CO₂-Emittenten, für den der Landkreis München allerdings nichts kann: das Heizkraftwerk Nord der Stadtwerke München in Unterföhring.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Der Landkreis München steigt aus der Kompensation von Treibhausgasemissionen aus - künftig müssen die Gemeinden Projekte alleine finanzieren. Kritiker befürchten, dass damit der Klimaschutz "auf der Strecke bleibt".

Von Annette Jäger, Landkreis München

Vermeiden, reduzieren, ausgleichen - so lautet die vielfach empfohlene Vorgehensweise beim CO₂-Ausstoß: Was sich an Treibhausgasemissionen nicht vermeiden oder reduzieren lässt, sollte über Spenden in Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden. Der Landkreis München folgt diesem Dreiklang seit 2019 und gleicht die selbst produzierten Treibhausgasemissionen aus - auch die der 29 Kommunen. Dafür hat der Landkreis bis 2022 rund zwei Millionen Euro aufgewendet, für das Jahr 2023 kommt noch eine weitere Million hinzu. Doch damit ist jetzt Schluss: Von 2024 an übernimmt der Landkreis den Ausgleich nicht mehr für die Kommunen, sie müssen dann selbst entscheiden, ob sie die Klimaspende leisten oder nicht. Auch die eigene Ausgleichszahlung von rund 700 000 Euro im kommenden Haushaltsjahr steht am Montag im Kreistag zur Diskussion.

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