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Klimaschutz:Grüne: Landkreis soll nur Passivhäuser bauen

Wenn es nach den Grünen geht, soll der Landkreis eigene Bauvorhaben und solche der Schulzweckverbände künftig im Passivhausstandard realisieren. Außerdem beantragt die Fraktion im Kreistag, dass Bestandsgebäude energetisch ertüchtigt werden. Viele Gebäude seien schon Jahrzehnte alt, hätten dementsprechend einen sehr hohen Energiebedarf und müssten jetzt dringend auf einen energetisch zeitgemäßen Standard gebracht werden, argumentieren die Grünen. Zu den wichtigsten Vorteilen von Passivhäusern gehörten die enormen Einsparungen bei den Energiekosten. Vollwärmeschutz, dreifach verglaste Fenster und eine Bauweise ohne Undichtigkeiten sorgten dafür, dass keine Heizungswärme durch die Wände oder Fenster hinaus verloren gehe. Für den Betrieb von Wärmepumpen werde nur elektrische Energie benötigt, sodass sich eine völlige Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen ergebe. "Ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung minimiert die winterlichen Lüftungswärmeverluste und die Heizung kann in sehr einfacher und kostengünstiger Form ausgeführt werden", schreibt Grünen-Kreisrätin Luitgart Dittmann-Chylla aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn. "Passivhäuser sparen Heizkosten und sind ein aktiver Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit."

© SZ vom 13.10.2020 / wkr

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