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Klimaschutz:Großes Interesse an Photovoltaik

Solaranlagen können oft nicht das ganze Dach belegen

Solaranlagen sind bei Privatleuten im Landkreis sehr gefragt.

(Foto: dpa-tmn)

Die Energieagentur verzeichnet eine wachsende Nachfrage nach Beratung und eröffnet eine Dependance in Unterföhring.

Von Martin Mühlfenzl

Die Energieagentur Ebersberg-München weitet ihr Angebot im Landkreis München aus und wird - neben dem bereits bestehenden Büro in Unterhaching - eine weitere Dependance in Unterföhring eröffnen. Die gemeinsam von den Landkreisen München und Ebersberg betriebene Beratungsstelle wolle ihr Angebot bewusst im bevölkerungsreichen Norden ausbauen, sagte Energieagentur-Geschäftsführer Willi Stiehler am Montag im Umweltausschuss des Kreistags. Auch Landrat Christoph Göbel (CSU) betonte die Bedeutung der Agentur in Energiefragen und beim Thema Nachhaltigkeit, stellte aber klar, dass der eigentliche Plan, bis zu vier Geschäftsstellen über den gesamten Landkreis aufzubauen, zunächst nicht weiterverfolgt werde.

Vor allem die Corona-Pandemie habe auch bei der Energieagentur gezwungenermaßen zu einem Schub bei der Digitalisierung geführt, sagte Stiehler bei der Vorstellung seines Jahresberichtes 2020. Ein Großteil der Beratungsgespräche habe aufgrund der Corona-Beschränkungen im digitalen Raum stattgefunden, so der Geschäftsführer, aber auch die Energieagentur selbst nutze mittlerweile von sich aus Online-Formate etwa zur Abfrage der Kundenzufriedenheit - und diese ist laut Stiehler enorm.

Mittlerweile sei die Energieagentur auch auf sozialen Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram aktiv, erste Videos über die Arbeit der Agentur seien produziert und veröffentlicht worden, zwei Newsletter zu den Themen Unternehmen und Elektromobilität würden rege genutzt und es habe in der Pandemie mehrere Online-Fachgespräche und sechs Workshops zum Klimanotstand gegeben. Alles in allem sei 2020 trotz der Einschränkungen ein erfolgreiches Jahr gewesen, betonte Stiehler.

Energieagentur-Geschäftsführer Willi Stiehler.

(Foto: Claus Schunk)

Das zeigen auch die Zahlen. Zwar sind die Anfragen an die Energieagentur im Landkreis Ebersberg nach wie vor höher als im Landkreis München, dies liege aber vor allem daran, dass die Agentur dort schon länger etabliert ist, sagte Stiehler. "Aber wir legen auch im Landkreis München zu, vor allem auch durch Mundpropaganda."

Knapp 400 Beratungen im Kreis München

Insgesamt 396 Erstberatungen von Privatpersonen haben die Mitarbeiter der Agentur 2020 im Landkreis München absolviert, im Nachbarlandkreis Ebersberg waren es etwas mehr als 500. Die Menschen interessiert dabei vor allem ein Thema: Photovoltaik. In beiden Landkreisen drehten sich mehr als 400 der Gespräche um die Sinnhaftigkeit und den Aufbau einer PV-Anlage. Darüber hinaus besteht großer Bedarf an Informationen zu den Themen Heizungserneuerung und Elektromobilität.

Trotz der Corona-Beschränkungen hat die Energieagentur 2020 auch drei Check-dein-Haus-Kampagnen erfolgreich absolviert, bei denen Experten Gebäude nach möglichen Einsparpotenzialen etwa bei der Heizung oder beim Stromverbrauch unter die Lupe nehmen. Alleine in der Gemeinde Haar nahmen 70 Hausbesitzer daran teil; in Hohenbrunn läuft die Aktion seit vergangenem September, bisher gab es mehr als 150 Anfragen. Auch die sogenannten Bündelaktionen im Landkreis mit Erstberatungen zum Thema Photovoltaik fanden großen Anklang, mehr als 200 Menschen nahmen in Sauerlach, Haar, Unterhaching, Neuried und Oberhaching daran teil. Fortgeführt werden soll verstärkt auch die Beratung von Kommunen - gerade beim Thema Windkraft wie im Höhenkirchner Forst.

Alle Angebote der Energieagentur Ebersberg München finden sich auf der Homepage www.energieagentur-ebe-m.de.

© SZ vom 09.06.2021/sab
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