Der Franzose Pierre-Laurent Aimard ist nicht nur schon lange ein international renommierter Pianist, sondern auch wichtiger Protagonist der zeitgenössischen Musik. So hat er mehr als 15 Jahre lang mit György Ligeti zusammengearbeitet, dessen Klavierwerk er aufnahm. Als Zwölfjähriger begegnete er Olivier Messiaen und wurde später zum Lieblingsinterpreten des Komponisten. Dem Ensemble Inter-Contemporain, einem der weltweit richtungsweisenden Ensembles für zeitgenössische Musik blieb er 18 Jahre lang verbunden. Im Grünwalder August-Everding-Saal, wo Aimard an diesem Donnerstag, 15. Februar, ein Konzert gibt, wird er dementsprechend ein spannendes, eher in die Moderne weisendes Programm präsentieren: Beethovens "Sonate für Hammerklavier", die ja auch schon avantgardistische Züge trägt, die Komposition"Sarcasmes" von Sergej Prokofjew, die Klaviersonaten Nr. 5 und 10 von Alexander Scrjabin und "Révélation" von Nicolai B. Obuchow, der zu den Pionieren der Zwölftontechnik und der Elektronischen Musik gehört. Der 1957 in Lyon geborenen Aimard gilt als vielseitiger Pianist und wurde 2017 mit dem Ernst von Siemens Musikpreis, der oft als Nobelpreis der Musik bezeichnet wird, ausgezeichnet.
KlassikVielseitig beflügelnd
